GeForce Now: Ab sofort auf 100 Stunden Spielzeit pro Monat begrenzt
Nach langer Vorlaufzeit gilt die begrenzte Spielzeit ab sofort für alle Mitglieder: Maximal 100 Stunden, danach ist Schluss. Alternativ sind Stunden nachzukaufen. Nvidia will so die Server für GeForce Now entlasten, und behauptet gleichzeitig, dass kaum User mit dem Zeitlimit kollidieren würden.
Von Christoph Miklos am 17.01.2026 - 19:22 Uhr - Quelle: E-Mail

Fakten

Hersteller

Gamezoom.net

Release

Anfang 2000

Produkt

Gaming-Zubehör

Webseite

Nach langer Vorlaufzeit gilt die begrenzte Spielzeit ab sofort für alle Mitglieder: Maximal 100 Stunden, danach ist Schluss. Alternativ sind Stunden nachzukaufen. Nvidia will so die Server für GeForce Now entlasten, und behauptet gleichzeitig, dass kaum User mit dem Zeitlimit kollidieren würden.
Begrenzte Spieldauer für alle Mitgliedschaften
Lange hatte Nvidia diesen Schritt angekündigt, nun wurde die Spielzeitbegrenzung vollzogen: Monatlich gewährt GeForce Now 100 Stunden Spielzeit. Danach können User entweder auf den nächsten Monat warten. Oder zusätzliche Stunden kaufen. Obwohl die Abomodelle Performance und Ultimate bereits monatliche Kosten von 10,99 € respektive 21,99 € verursachen, schreibt Nvidia vor, wie lange gespielt werden darf.
Zusätzliche Spielzeit lässt sich über den Kontobereich buchen. User mit einem 12-monatigen Plan können bis zu 15 nicht verbrauchte Stunden in den nächsten Monat überführen. Darüber hinausreichende Stunden verfallen ungenutzt.
Bis zu dieser Änderung hatte Nvidia lediglich begrenzt, wie lange einzelne Gaming-Sessions dauern. Beim werbefinanzierten Plan endet die Sitzung bereits nach einer Stunde. Performance erlaubt bis zu sechs Stunden Spielzeit ohne Unterbrechung, Ultimate acht Stunden. Allerdings ist ein Unterschied zu den 100 Stunden festzuhalten: Endet eine Session, können User umgehend die nächste Sitzung starten. Ist das Zeitkontingent insgesamt ausgereizt, muss vor dem Weiterspielen nachgekauft werden.
Sollte sich das Zeitlimit bemerkbar machen, stellen Free-to-play-Spiele und Online Casinos mit schneller Auszahlung eine Alternative dar. Sowohl kostenlose Games als auch Spielautomaten dürsten nach wenig Hardware. Weder Ray Tracing noch 28 GB Arbeitsspeicher werden benötigt, um Slots auf lokalen Geräten auszuprobieren. Nahezu jedes moderne Smartphone ist für ununterbrochene Sitzungen ausgelegt – egal, wie lange diese andauern.
Laut Statistiken 6 % der User betroffen
Nvidia behauptet, nach eigenen Statistiken seien allenfalls 6 % der Abonnenten betroffen. Diese Vielspieler müssen ihre Spielgewohnheiten ändern – oder regelmäßig das Portemonnaie zücken. Die übrigen 94 % der Mitglieder sollen von kürzeren Wartezeiten profitieren. Auch würde sich Nvidia weniger schnell gezwungen sehen, die Kosten für die Mitgliedschaft anzuheben. Was am meisten frustriert, ist wahrscheinlich der Zeitpunkt. Aufgrund der derzeit stark gestiegenen RAM-Preise kommt ein PC-Kauf für viele User nicht infrage.
Wenngleich 100 Stunden täglich mehr als drei Stunden Spielzeit bedeuten, werden User in ihrer Nutzung eingeschränkt. Zwar lassen sich jeweils 15 Stunden übers Profil nachkaufen. Doch für diesen Service verlangt GeForce Now bis zu 6,99 €. Immerhin: Im Konto können Mitglieder einsehen, wie viel Spielzeit genutzt wird. So lässt sich herausfinden, zu welcher Gruppe man gehört.
Da GeForce Now im Bereich Cloud Gaming stark etabliert ist, hat das Handeln Signalwirkung. Dienste wie Xbox Cloud Gaming oder Boosteroid könnten sich ermuntert fühlen, Nvidia nachzueifern – auch wenn dies bis dato nicht geschehen ist.
Gilt für neue Abonnenten bereits seit Anfang 2025
Dass Nvidia die Spielzeit bei GeForce Now begrenzt, ist längst keine Neuigkeit mehr. Schon im November 2024 hatte der Cloud-Gaming-Dienst angekündigt, die Spielzeit auf 100 Stunden pro Monat begrenzen zu wollen. Wer Anfang 2025 ein Abonnement abgeschlossen hatte, ist seitdem betroffen. Jetzt ist die Übergangsfrist ausgelaufen, die langjährige Mitglieder geschützt hatte. Anscheinend hat Nvidia keinen Anlass gesehen, von seinem Weg abzurücken. Die einzigen, die nach wie vor unbegrenzt spielen, sind Founders-Mitglieder, die seit dem 17. März 2021 ein kostenpflichtiges Abo innehaben.
Vielspieler sollten die Mitgliedschaft überdenken. Wer regelmäßig Stunden nachkauft, erreicht schnell Summen, bei denen sich der Kauf lokaler Hardware aufdrängt. Laut Nvidia entlastet das Zeitlimit die Server und minimiert die Latenz. Je nach Plan sind Wartezeiten bis zwei Minuten zu erwarten. Latenz stellt beim Cloud Gaming seit Jahren ein Problem dar. Je rasanter das Spiel und die geforderten Eingaben, desto häufiger resultiert eine hohe Latenz im Game Over.
Via Cloud Gaming: Über 4.000 Spiele auf jedem Gerät
GeForce Now hat eine wachsende Games-Auswahl, die Indie-Spiele und AAA-Produktionen per Cloud Gaming zugänglich macht. Mehr als 4.000 Spiele sind auf etlichen internetfähigen Geräten verfügbar, vom handelsüblichen PC über Handhelds wie das Steam Deck bis hin zu VR-Brillen. Mehr als 2.000 Spiele lassen sich sofort starten, etwa die gleiche Anzahl ist Install-to-Play. Zu installierende Spiele werden auf Nvidia-Servern heruntergeladen, erfordern also keinen eigenen Speicherplatz.
Wichtig: Abrufbar sind lediglich Spiele, die man bereits besitzt. Konten bei Steam, Epic Games, Xbox, Ubisoft Connect und anderen Anbietern lassen sich mit GeForce Now verknüpfen, um auf bereits gekaufte Titel zuzugreifen.
Bis zu 4K Auflösung: Ray Tracing und G-Sync inklusive
Was für GeForce Now spricht, ist die starke Hardware. Im Performance-Plan werden 60 FPS und 1440p realisiert. Ultrawide-Monitore werden unterstützt, ebenso HDR und SDR. Wer beim Abo Ultimate auswählt, bekommt 4K und bestenfalls 240 FPS geboten. Selbst modernste AAA-Titel haben den 16 Kernen und 56 GB Arbeitsspeicher wenig entgegenzusetzen. Manche Videospiele sind mit einer GeForce RTX 5080 spielbar, die eine Auflösung von 5K und satte 360 FPS versprechen. Jede Woche fügt Nvidia dem Katalog neue Games hinzu.
Wie gut funktioniert GeForce Now?
Grundsätzlich funktioniert GeForce Now hervorragend. Beim Cloud Gaming ist in erster Linie jedoch die eigene Internetanbindung ausschlaggebend. Aus diesem Grund ist der kostenlose Plan von Nutzen, mit dem sich GeForce Now risikofrei testen lässt. Anzumerken ist, dass die Gratis-Mitgliedschaft lediglich 1080p ermöglicht. Bei Bedarf lassen sich Tagespässe erwerben, die 24 Stunden lang Zugriff auf die höherpreisigen Pläne gewähren. Selbst bei schneller Internetleitung lassen sich Probleme wie die Latenz oder Streaming-Qualität nur bis zu einem Grad in den Griff bekommen.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

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