Deus Ex: The Fall (PC) - Test/Review
Deus Ex: The Fall erschien bereits letztes Jahr im Sommer für iPad und iPhone.
Von Christoph Miklos am 07.04.2014 - 01:24 Uhr

Fakten

Plattform

PC

Publisher

Square Enix

Entwickler

Eidos Montreal

Release

18.03 2014

Genre

Action-RPG

Typ

Vollversion

Pegi

16+

Webseite

Preis

9,99 Euro

Media (7)

Schwache PC-Umsetzung

Deus Ex: The Fall erschien bereits letztes Jahr im Sommer für iPad und iPhone. Gemeinsam mit N-Fusion Interactive werkelte ein kleiner Teil des ursprünglichen Human-Revolution-Teams am Quasi-Spin-off, das parallel zu den Geschehnissen des Hauptspiels aus dem Jahre 2011 spielt, sich jedoch nicht direkt mit den Schicksalsschlägen Adam Jensens überschneidet. Ob die preiswerte PC-Umsetzung überzeugen kann?
Story
In The Fall schlüpfen wir in die Rolle von Ben Saxon, der ursprünglich zum Sicherheitsunternehmen Belltower gehört hat. Bei einem missglückten Einsatz verlieren wir aber unseren ganzen Trupp. Weil das alles ein feiger Hinterhalt war, hat er nichts als Rache im Sinn und plötzlich tritt ein Mann auf den Plan, der ihm genau die verspricht: Jaron Namir, Chef der Meuchler-Truppe „The Tyrants“ und Deus Ex-Kennern als Fiesling des Vorgängers nur allzu gut bekannt. Namir spannt Saxon für seine Dienste ein, nennt ihm den Typen, der angeblich für den Tod seines Teams verantwortlich ist, und schickt ihn als Attentäter los. Die erzählte Geschichte trumpft mit den Besonderheiten der Deus Ex-Reihe auf: Verschwörungen, korrupte Megakonzerne, graue Moralvorstellungen, das sind alles spannende Versatzstücke, die The Fall echtes Deus Ex-Flair verleihen.

Der kleine Bruder…
Puncto Gameplay orientiert sich das Spiel am ersten Teil: Schleichen, Schießen, Hacken, spannende Dialoge und Entscheidungsfreiheit, will der Titel bieten, während wir im Kampf gegen die Verschwörer durch Panama-City streifen. Tut es aber nicht. Noch immer steht die App-Herkunft in großen Buchstaben über das gesamte Spielerlebnis geschrieben: riesige Menüs, ein unbegrenzt großes Inventar, enorm steife Gesichtsanimationen, sehr wenig verschiedene Charaktermodelle und gelegentliche Bugs wie Clippingfehler zählen noch zu den verschmerzbaren Kleinigkeiten in einem Pool aus Vereinfachungen und plattformbedingter Zugänglichkeit. Sogar auf die beliebten Bosskämpfe wurde verzichtet. Auch die sperrige Steuerung und der fast schon lächerliche Schadensoutput der Waffen trüben den Gesamteindruck sehr. Ebenfalls nicht das Gelbe vom Ei sind die linearen Levelabschnitte und die arg dämliche Gegner-KI. Selbst auf dem höchsten Schwierigkeitsgrad stellen die Fieslinge keine große Gefahr dar. Wer gerne schleichend vorgeht, wird „dank“ der zahlreichen Lüftungsschächte und automatisch verschwindenden Leichen keine Stolpersteine in den Weg gelegt bekommen. Spätestens an dieser Stelle darf man ruhig sagen, dass die knapp sechs Stunden lange Kampagne nur ganz selten Spaß macht.

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