Battleborn - Test/Review (+Video)
Mit Battleborn vermixt Entwicklerteam Gearbox Software spannende MOBA-Partien mit der Action eines Ego-Shooters.
Von Christoph Miklos am 31.05.2016 - 19:16 Uhr

Fakten

Plattformen

PlayStation 4

Xbox One

PC

Publisher

2K Games

Entwickler

Gearbox Software

Release

03.05 2016

Genre

Shooter

Typ

Vollversion

Pegi

16+

Webseite

Preis

49,90 Euro

Media (16)

MOBA-Shooter mit Fun

Mit Battleborn vermixt Entwicklerteam Gearbox Software spannende MOBA-Partien mit der Action eines Ego-Shooters. Nach knapp drei Wochen Testzeit gibt es nun ein finales Urteil von unserer Redaktion.
Bisschen wie Borderlands
Vorweg die wichtigste Info: Battleborn ist kein Free-2-Play-, sondern ein normaler Vollpreis-Titel mit Season-Pass-Option. Damit der Umfang dem Preis gerecht wird, hat Gearbox Software auch eine (Story-)Kampagne springen lassen. Die insgesamt acht längeren Missionen kann man alleine oder mit einer Gruppe von bis zu vier weiteren Spielern in Angriff nehmen. Wir empfehlen unbedingt eine Gruppen-Partie, da der Schwierigkeitsgrad für Solisten etwas zu hoch ausgefallen ist. Noch ein kleiner Wehrmutstropfen: Eine echte Kampagne mit einer durchgehenden, klassischen Handlung gibt es nicht. Die Kampagne dient eher als Training bzw. als zusätzliche Quelle zum Freischalten von weiteren Helden. Der Fokus liegt demnach auf dem Versus-Multiplayer.
MOBA-Feeling und Shooter-Gameplay
Im Multiplayer treffen zwei Teams mit jeweils fünf Spielern aufeinander. In der Verkaufsversion bietet das Spiel drei verschiedene Spielmodi bzw. Karten-Typen. Es gibt sogenannte Capture-Karten, in denen man feindliche Kollektoren erobern und die eigenen beschützen muss. Im Schmelze-Modus muss man Hilfsschergen sicher zu einem Punkt auf der Karte bringen, um sie dort einem Oberboss zu opfern. Im Überfall-Modus muss sich das eigene Team durch die gegnerischen Reihen kämpfen, um den feindlichen Wächter zu zerstören. Die Maps mit Lane-Struktur und KI-Gegnern sorgen für das klassische MOBA-Gefühl, wobei das Gameplay, aufgrund der Ego-Perspektive, mehr an einen Shooter erinnert.
Die Helden
Seit dem ersten Groß-Update punktet Battleborn mit 26, sehr abwechslungsreichen Helden. Anders als bei Overwatch hat man aber nicht alle Charaktere sofort zum Start freigeschalten. Am Anfang der Karriere stehen lediglich ein paar „Standard“-Helden zur Auswahl. Mit von der Partie sind der Scharfschütze Marquis, die Front-Kämpferin Reyna, der Heilende Pilzkrieger Miko, Space-Elfe Teshka Elessamorn und der Tank Montana. Per Levelaufstieg bzw. Achievement (Kampagne oder Multiplayer) schaltet man schrittweise weitere Helden frei.
Ein wesentlicher Reiz von Battleborn ist es, die Helden mitsamt ihren Stärken und Schwächen kennenzulernen. Durch gesammelte Erfahrungspunkte lassen sich die Fähigkeiten der Recken verbessern, was sehr komfortabel in einem einfachen Menü mitten in der Partie geschieht. Später kann man seinen Helden auch per Items (Cooldown von Fertigkeiten verringern, mehr Lebenspunkte etc.) weiter verstärken. Diese Items bekommt man aus Ingame-Truhen, welche man wiederum durch Ingame-Währung erwerben kann. Pay-2-Win gibt es demnach nicht in Battleborn. Aber: Für knapp 20 Euro gibt es einen Season-Pass. Dieser beinhaltet fünf weitere Kampagnen-Missionen und schaltet sofort die kommenden Charaktere frei.
Technik
Nicht nur der Look von Battleborn erinnert stark an die Borderlands-Serie - auch beim Technikgerüst setzt Entwickler Gearbox auf die altbekannte Unreal 3 Engine nebst Cel-Shading-Optik. Während unserer Testzeit lief der Titel ohne Abstürze und selbst auf älterer Hardware angenehm flüssig. Fairerweise muss man aber erwähnen, dass der Comic-Look nicht jedermanns Sache ist. Beim Sound bekommt man solide Waffengeräusche, Tracks und witzige Sprecher (dt.) geboten.
Die Mehrspieler-Server von Battleborn liefen ohne nenneswerte Ruckler bzw. Verbindungsabbrüche. Trotzdem gibt es einen Kritikpunkt: die langen Wartezeiten. Selbst bei eher beliebten Einsätzen/Karten mussten wir teils mehrere Minuten warten, bis endlich genug Spieler für den Start gefunden waren.
Unser Testvideo zu Battleborn

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