Open-World Batman

Nun ist es offiziell: Mit „Arkham Knight“ endet die Batman-Arkham-Serie. Für das vierte Action-Adventure hat sich Entwicklerteam Rocksteady einige Jahre Zeit gelassen und entsprechend viele neue Ideen umgesetzt - darunter ein steuerbares Batmobil.
Alle gegen Batman
„Arkham Knight“ spielt knapp ein Jahr nach den Geschehnissen von Batman: Arkham City. Das Böse ist besiegt und die Insassen des Freiluftgefängnisses Arkham City sind in Sicherheit. Doch die sinkende Verbrechensrate in Gotham City ist nur die Ruhe vor dem Sturm, denn im stillen Kämmerchen haben Two-Face, Pinguin und Harley Quinn einen neuen Masterplan gegen Batman kreiert. Scarecrow droht der Stadt mit Bomben, die eine neue Variante seines Furchtgases freisetzen sollen, was die Behörden zum Anlass nehmen, die sechs Millionen Einwohner Gothams zu evakuieren. Prompt schlägt die Stunde der Superschurken und ihrer Gangs. Während die Polizei nur in minimaler Besetzung auf Streife gehen kann, rücken die Verbrecher mit Hundertschaften aus und verwandeln die Straßen der Stadt in ein einziges Chaos. Eingeschlagene Schaufenster, brennende Autos, plündernde Horden, das volle Programm. Millionär und Superheld Bruce Wayne ignoriert natürlich die Evakuierungspläne und schlüpft stattdessen in seinen gut gepanzerten Fledermausanzug.
Alleine
Durch den cleveren Storykniff bekommt man erneut ein ziemlich leeres Gotham City zu Gesicht. Immerhin: Dank der neuen Engine können die Gegnergruppen bis zu 50 Mann stark sein. Auch die verbesserten Animationen und Lichteffekte zeigen, dass Arkham Knight ein reiner Next-Gen-Titel ist. Das aus den Vorgängern beliebte Freeflow-Kampfsystem wurde erneut überarbeitet. Batman kann nun zum Beispiel aus dem Sturzflug den erstbesten Gegner greifen und ihn direkt in die anstürmenden Kollegen schleudern. Ebenfalls neu ist der Furcht-Takedown: Wenn Batman unter einem Bodengitter schleicht und eine Gruppe von Gegnern sich in Reichweite befindet, kann er die Bösewichte in einer automatisch ablaufenden Sequenz K.O. schlagen.
Batmobil
Die verbesserte Unreal-Engine erlaubt nicht nur bessere Effekte und Animationen, sondern auch das Spielgebiet wurde im Vergleich zum Vorgänger um den Faktor 5 vergrößert. Damit wir flotter von A nach B kommen gibt es nun endlich ein steuerbares Fahrzeug: das Batmobil. Optisch orientiert sich das Vehikel an den bulligen Tumbler aus den Dark Knight-Filmen und dank der Jet-Turbine erreicht der Dunkle Ritter Höchstgeschwindigkeiten. Die dicke Panzerung schützt uns vor gegnerischen Autoattacken und Geschossen. Nach einem geeigneten Parkplatz muss man nicht Ausschau halten, denn auf Knopfdruck katapultiert der Schleudersitz Batman bei voller Fahrt aus dem Cockpit, sodass er seinen Umhang ausbreiten kann, um in luftiger Höhe das nächste Ziel zu erreichen. Ebenfalls sehr praktisch: Das Batmobil schaltet bei Bedarf in den Autopilot, um den Dunklen Ritter notfalls auch am anderen Ende der Karte abzuholen.

Kreativ?
Schon jetzt überzeugt der neuste Batman-Teil puncto Technik und Gameplay - doch wie sieht es mit der Story aus? Für die ersten beiden Teile war hierfür Paul Dini verantwortlich, der in den 90er-Jahren die Fan-Herzen im Sturm eroberte. Für das Skript von Arkham Knight sind Rocksteady und Geoff Johns, Chief Creative Officer von DC Comics, verantwortlich. Im Gegensatz zu Dini ist Johns in Fankreisen berüchtigt dafür, die Figur des Batman sehr eindimensional zu begreifen. Ein bisschen „Bauchweh“ bleibt also noch.
Batman: Arkham Knight erscheint voraussichtlich im Herbst 2014 für PC, Xbox One und PlayStation 4.

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