beyerdynamic MMX 300 Digital Premium Gaming Headset
Vor einigen Tagen konnte sich das Sennheiser PC 350 an die Spitze unserer Headset-Charts katapultieren.
Von Christoph Miklos am 17.01.2008 - 15:58 Uhr

Fakten

Hersteller

beyerdynamic

Release

Mitte Dezember 2007

Produkt

Headset

Webseite

Media (18)

Test

Verarbeitung
Für einen UVP von 299 Euro kann sich unser Testmuster keine Schlampereien bei der Verarbeitungsqualität erlauben - tut es auch nicht! Das ziemlich schwere Headset profitiert bei der Stabilität durch die solide Metallverstrebung. Die beiden hochwertigen Kopfhörer (inkl. sauber gearbeiteter Polsterung) und das flexible Mikrofongestänge runden das „Gesamtpakt“ perfekt ab. Selbst nach einer zweiwöchigen Testzeit konnten wir, und wir haben wirklich genau hingesehen, keinen einzigen, noch so kleinen, Mangel am MMX 300 Headset feststellen.
Klang
Man kann das Headset mit der mitgelieferten USB-Soundkarte betreiben oder dank der Klinkenstecker direkt an die Soundkarte anschließen. Der beigepackte USB-Converter erzeugt ein dynamisches Klangbild und selbst sehr tiefe Tonlagen (zum Beispiel Explosionen) stellen kein Problem für das Headset dar. Schließt man den MMX 300 Kopfhörer an das Soundkarten-Topmodell von Creative (X-Fi Fatal1ty FPS intern) an, so bekommt ein noch intensiveres Audiofeeling geboten. Aus diesem Grund eignet sich unser Testmuster nicht nur für Gamer, sondern auch Multimedia-User können bedenkenlos zum beyerdynamic MMX 300 Headset greifen.
Sprachqualität
Die Sprachqualität des Mikrofons ermitteln wir wie immer mit der aktuellen Skype-, Teamspeak- und Ventrilo-Version. In sämtlichen VOIP-Programmen wurde unsere Stimme ohne Verzerrungen oder nervige Hintergrundgeräusche durch das Internet übermittelt. Übrigens: eine etwas rauere Stimme stellt für das hochwertige Mikrofon kein Problem dar.
Tragekomfort
Die sehr angenehme Polsterung an den Kopfhöreren und der frei-justierbare Kopfbügel sorgen für einen hohen Tragekomfort. Dieser Komfort wird nur durch das sehr hohe Gewicht unseres Testmusters etwas geschmälert. Trotzdem: selbst nach einer Tragezeit von knapp über fünf Stunden konnten wir keine Schmerzen an den Ohren feststellen.
Optik
Als Eyecatcher kann man unser aktuelles Testmuster nicht bezeichnen, doch auch ein schlichtes Headset kann überzeugen.
Anschlüsse/Kabellänge
Die mitgelieferte USB-Soundkarte wird automatisch von Windows XP und Vista erkannt - eine zusätzliche Software wird nicht benötigt. Recht ordentlich ist die Länge der Audiokabel (Klinke: 2,5 Meter; USB-Soundkarte: 1,5 Meter) ausgefallen. Eine Kabelfernbedienung findet man beim MMX 300 Headset nicht. Die Lautstärkenregelung und Mikrofon-Mute-Taste befinden sich direkt auf der USB-Soundkarte - eine sehr umständliche Lösung.
Preis/Leistung
In diesem Testkriterium scheiden sich die Geister - zumindest im Fall des beyerdynamic MMX 300 Digital Premium Gaming Headset. 300 Euro (UVP laut Hersteller; Stand: 17.01.2008) sind eine enorme Summe Geld, vor allem wenn bedenkt, dass man für die Hälfte des Geldes bereits das ebenfalls sehr hochwertige Sennheiser PC 350 bekommt. Man darf aber an dieser Stelle trotzdem nicht auf die hervorragende Verarbeitungsqualität des MMX 300 vergessen, welche derzeit unschlagbar ist.
Fassen wir es kurz zusammen: wer das nötige Kleingeld hat, sollte auf jeden Fall zum beyerdynamic Produkt greifen und viele Jahre glücklich damit sein. Alle anderen, die ebenfalls über ausreichend Barmittel verfügen und viel Wert auf Klang und Sprachqualität legen, sind beim Sennheiser PC 350 besser aufgehoben.
Fast hätten wir es vergessen: im Lieferumfang ist eine sehr praktische Transporttasche enthalten.

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