Super Mario Bros. Wonder - Nintendo Switch 2 Edition + Gemeinsam im Bellabel-Park - Test/Review
Super Mario Bros. Wonder erschien 2023 für die Nintendo Switch und zählt seitdem zu den einfallsreichsten 2D-Mario-Abenteuern der letzten Jahre.
Von Christoph Miklos am 04.05.2026 - 13:52 Uhr

Fakten

Plattform

Nintendo Switch 2

Publisher

Nintendo

Entwickler

Nintendo

Release

26.03 2026

Genre

Platformer

Typ

Vollversion

Pegi

3

Webseite

Preis

ab 79,99 Euro

Media (27)

Auch auf der Switch 2 ein Hit


Super Mario Bros. Wonder erschien 2023 für die Nintendo Switch und zählt seitdem zu den einfallsreichsten 2D-Mario-Abenteuern der letzten Jahre. Auf der neuen Nintendo Switch 2 erstrahlt das Blumenkönigreich nun in neuem Glanz: Die erweiterte Edition bringt nicht nur eine visuelle Aufwertung, sondern ergänzt das Jump-’n’-Run auch um neue Inhalte. Im Fokus steht dabei der neue Bellabel-Park, der besonders auf Koop-Spieler zugeschnitten ist. Doch auch Solo-Spieler kommen auf ihre Kosten, denn zusätzlich zum bereits hervorragenden Hauptspiel warten weitere Inhalte. Wer die Nintendo-Switch-Version von Super Mario Bros. Wonder bereits besitzt, kann für rund 20 Euro auf die Version für die Switch 2 upgraden.

Wunderbar


Wer Super Mario Bros. Wonder bislang noch nicht gespielt hat, sollte diesem kreativen Highlight spätestens jetzt eine Chance geben. Dieses Mal führt das Jump-’n’-Run nicht ins klassische Pilzkönigreich, sondern ins farbenfrohe Blumenkönigreich. Dorthin werden Mario und seine Freunde vom Raupenprinzen Florian eingeladen. Gleichzeitig ist es die Heimat der geheimnisvollen Wunderblume - ein mächtiges Artefakt, das natürlich auch Bowser an sich reißen möchte. Nach einem kurzen Einstieg beginnt das Abenteuer, in dem das Königreich vor seinen finsteren Plänen bewahrt werden muss. Jedes Level überzeugt durch außergewöhnliche Ideen - vor allem dank der Wunderblume, die immer wieder für überraschende Wendungen sorgt. Mal werden Röhren lebendig, mal verwandelt sich die Spielfigur in eine riesige Stachelkugel oder reitet auf einer Herde Gallopteros bis zur Zielflagge. Abwechslung ist dabei garantiert. Zusätzliche Abzeichen erweitern das Gameplay spürbar: Sie verändern die Fähigkeiten und können sowohl den Schwierigkeitsgrad senken als auch erhöhen. Die Switch-2-Version ergänzt das Spiel um weitere Inhalte: Neben Figuren wie Peach, Daisy, Toad, Toadette, Yoshi und Mopsi ist nun auch Rosalina spielbar. Außerdem wurden mit dem Superblumentopf ein neues Item, eine Auflösung von bis zu 4K sowie mit dem Assistent-Luma eine zusätzliche Koop-Funktion für das Hauptspiel integriert.

Ab in den Park


Das Herzstück der Switch-2-Version bildet der Bellabell-Park, der sich in zwei Bereiche gliedert: die Zeltwiese und die Attraktionenwelt. Letztere ist dabei ausschließlich auf den Mehrspieler-Modus ausgelegt. Beim ersten Spielstart informiert Captain Toad darüber, dass seine Truppe eine geheimnisvolle Höhle entdeckt hat. Diese führt über eine Lorenfahrt direkt zur Zeltwiese des Bellabell-Parks. Ganz reibungslos verläuft die Ankunft jedoch nicht: Die Koopalinge tauchen plötzlich auf und verfolgen – wenig überraschend – ihre eigenen finsteren Pläne. Sie entwenden die wertvollen Bellabell-Blumen und verschwinden. Damit liegt es erneut an Mario und seinen Begleitern, die gestohlenen Blumen zurückzuholen.

Kampf den Kooaplinge


Die Aufenthaltsorte der Koopalinge sind über sämtliche Welten des Hauptspiels verteilt. In jeder Welt gilt es zunächst, das Zelt von Captain Toad zu finden, von dem aus das jeweilige Koopaling-Level betreten werden kann. Die Aufträge werden dabei nacheinander freigeschaltet, sodass auch die Reihenfolge der Begegnungen fest vorgegeben ist. Voraussetzung ist allerdings, dass die entsprechende Welt im Hauptspiel bereits erreicht wurde - ein direktes Durchspielen aller Levels hintereinander ist also nur möglich, wenn mindestens Welt 6, die Magma-Tiefen, freigeschaltet wurde. Jedes Koopaling-Level besteht aus einem klassischen Jump-’n’-Run-Abschnitt, gefolgt von einem Bosskampf. Der Levelteil wird dabei durch spezielle Effekte des jeweiligen Koopalings beeinflusst: So sorgt etwa Wendy dafür, dass ständig Cheep-Cheeps erscheinen und zusätzlichen Druck erzeugen. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei zwar etwas höher, bleibt aber insgesamt moderat. Gelegentlich auftauchende Support-Items, die von einem Vogel gebracht werden, erleichtern das Vorankommen zusätzlich – ein nettes Extra, das jedoch nicht zwingend notwendig erscheint. Trotz des überschaubaren Anspruchs überzeugen die Levels durch ihre kreative Gestaltung, insbesondere die Bosskämpfe. Statt einfacher Standardmuster präsentiert sich jeder Koopaling mit eigener Form und abwechslungsreichen Angriffen, was die Kämpfe deutlich dynamischer und unterhaltsamer macht. Mit jedem besiegten Koopaling wird eine der gestohlenen Bellabell-Blumen zurückerobert. Insgesamt fällt der Umfang dieses Abschnitts jedoch eher kompakt aus – alle sieben Koopaling-Levels lassen sich in etwa einer Stunde abschließen. Doch damit ist der Bellabell-Park noch längst nicht erschöpft. Auf der Zeltwiese wartet zusätzlich das Trainingslager des Toad-Trupps. Dort stehen spezielle Herausforderungen bereit, bei denen bestimmte Bedingungen erfüllt werden müssen. Dazu zählen etwa das Abschließen eines Levels innerhalb eines Zeitlimits, das Vermeiden von Münzen oder das Berühren von Gegnern zu unterlassen. Häufig werden diese Aufgaben zusätzlich durch festgelegte Abzeichen erschwert - etwa wenn ein Level mit aktivem Turboantrieb abgeschlossen werden muss. Alle 60 Herausforderungen zu meistern, sorgt für anhaltende Motivation, nicht zuletzt durch die Toad-Aufnäher. Diese werden nach einer bestimmten Anzahl bestandener Übungen vergeben, schalten neue Missionen frei und treiben mit zunehmender Sammlung auch den Schwierigkeitsgrad weiter nach oben. Bei einem ersten Fehler muss die jeweilige Herausforderung direkt neu gestartet werden, was den Anspruch zusätzlich erhöht. Nach dem Sieg über die sieben Koopalinge werden außerdem besonders schwere Bosskämpfe innerhalb der Toad-Trupp-Übungen freigeschaltet. Diese stellen eine echte Prüfung dar: Figuren wie Wendy O. Koopa oder Iggy Koopa halten deutlich mehr aus, während gleichzeitig nur ein einziges Power-up zur Verfügung steht, um den Kampf zu bewältigen.

Multiplayer


Wie bereits angedeutet, bildet der Mehrspieler-Modus den Kern der neuen Inhalte. Während die Multiplayer-Optionen in Super Mario Bros. Wonder bislang nicht ganz an das chaotische und spaßige Niveau früherer New Super Mario Bros.-Teile heranreichten, ändert sich das nun mit der Attraktionenwelt im Bellabell-Park deutlich. Diese unterteilt sich in einen lokalen sowie einen Online-Mehrspielerbereich. Im lokalen Modus stehen insgesamt sechs abwechslungsreiche Versus-Varianten zur Auswahl, ergänzt durch fünf kooperative Herausforderungen, bei denen gemeinsames Geschick gefragt ist. Die Minispiele zeigen sich dabei erfreulich vielseitig: Mal gilt es, möglichst viele Münzen zu sammeln, mal wird versucht, die Mitspielenden ins Game Over zu befördern. Sogar ein Modus im Stil von „Prop Hunt“ ist enthalten, was für zusätzliche Abwechslung sorgt. Auch die Koop-Modi überzeugen mit kreativen Ideen. So wird beispielsweise gemeinsam mit Captain Toad und Vogel Picki ein Level absolviert, wobei die Steuerung aufgeteilt ist - eine Person bewegt die Figur, die andere übernimmt das Springen. Im Modus „Donutblock-Bauspaß“ kommt zudem die Maussteuerung zum Einsatz: Während ein Spieler eine Strecke aus Donutblöcken legt, versucht der andere, diese erfolgreich bis zum Ziel zu überwinden. Jede Attraktion umfasst mehrere Level mit variierendem Schwierigkeitsgrad. Im Zentrum der Attraktionenwelt befindet sich die Tour-Plaza, in der mehrere Attraktionen hintereinander gespielt werden können – ideal für eine Art Wettkampf über mehrere Runden. Der Online-Bereich bietet hingegen sechs verschiedene Modi, die sich vor allem auf Rennen mit besonderen Bedingungen konzentrieren. Spezielle Items wie Propellerblüte, Rollschuh, Flatterdüser oder Prallball stehen dabei im Mittelpunkt der jeweiligen Herausforderungen. Ein kleiner Wermutstropfen bleibt jedoch: Viele der lokalen Modi sind online nicht verfügbar. Lediglich Prop Hunt ist auch online verfügbar. Die Rennen machen zwar Spaß, doch die lokalen Minispiele bieten deutlich mehr Abwechslung. Insgesamt ist der Multiplayer dennoch sehr gelungen und sorgt für jede Menge Unterhaltung gemeinsam mit anderen. Abseits der Kämpfe gegen die Koopalinge, der Toad-Missionen und der Multiplayer-Partien bietet die Zeltwiese zusätzlich einen Dekorationsmodus. Für jede abgeschlossene Herausforderung wird Bellabel-Wasser vergeben, mit dem sich die Pflanzen der Wiese bewässern lassen. Als Belohnung winken unter anderem verschiedene Blumensorten, die an bestimmten Stellen im Bellabell-Park zur Gestaltung eingesetzt werden können. Eine nette Ergänzung, die spielerisch jedoch eher eine Nebenrolle einnimmt. Deutlich spannender fallen die übrigen Belohnungen aus, die durch das Bewässern freigeschaltet werden. Dazu zählen etwa neue Emotes für den Mehrspieler-Modus, Instrumente für eine Poplin-Kapelle sowie sogenannte Duo-Abzeichen. Letztere kombinieren zwei bekannte Fähigkeiten miteinander und können den Spielverlauf entweder erleichtern oder deutlich anspruchsvoller gestalten. Kombinationen wie Sprungfeder und Unsichtbarkeit sorgen dabei für besonders knifflige Herausforderungen.

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