NFTs und Blockchain – Die Zukunft ist jetzt.
NFTs sind der neue Trend für den Handel mit digitaler Kunst und werden auch von einer wachsenden Zahl von Spieleverlagen begrüßt.
Von Christoph Miklos am 28.01.2022 - 17:34 Uhr - Quelle: E-Mail

Fakten

Hersteller

Gamezoom.net

Release

Anfang 2000

Produkt

Gaming-Zubehör

Webseite

NFTs sind der neue Trend für den Handel mit digitaler Kunst und werden auch von einer wachsenden Zahl von Spieleverlagen begrüßt. Ubisoft, Square Enix oder neuerdings auch Konami versuchen alle, die Goldgräberstimmung für Ihre Produkte zu nutzen. Ganz neu sind NFTs aber nicht, auch wenn sie derzeit viel Aufmerksamkeit auf sich ziehen. Wenn Sie den Begriff NFT zum ersten Mal hören, machen Sie sich keine Sorgen – wir helfen Ihnen beim Einstieg.
Das Akronym NFT steht für Non-Fungible Token. Grundsätzlich handelt es sich um Eigentums- oder Echtheitszertifikate digitaler Gegenstände. Token werden wie Kryptowährungen durch die sogenannte Blockchain-Technologie geschützt. Neben digitalen Spielartikeln wie epischen Waffen, Rüstungen oder Spielkarten werden auch digitale Charaktere, Level etc. als NFTs identifiziert und verkauft.
NFTs sind im Wesentlichen eine Möglichkeit, das Eigentum an einzigartigen digitalen Gegenständen zu kaufen und zu verkaufen und Blockchain zu verwenden, um zu verfolgen, wem sie derzeit gehören. NFTs können einzigartige Werke sein, ähnlich wie echte Gemälde, oder Kopien vieler Werke, wie z. B. Sammelkarten. Die Blockchain verfolgt, wem die Datei gehört.
Sie sind die nächste Evolution der Mikrotransaktionen. Allein durch In-Game-Käufe wird die deutsche Gamingbranche nach Angaben des GAME Verband im Jahr 2021 einen Umsatz von mehr als 3,2 Millionen Euro erzielen. Der Trend wird weiter verstärkt.
Ubisoft hat sich kürzlich mit Quartz zusammengetan, um eine neue Plattform zu schaffen, auf der zusätzlich zu den begrenzten Waffen und der begrenzten Anzahl an Items von Ghost Recon Breakpoint auch andere Artikel aus seiner zukünftigen Titeln als NFTs verkauft werden. Neben Ubisoft hat sich auch Konami dem derzeit vorherrschenden NFT-Hype angeschlossen und bietet auf der OpenSea-Plattform kürzlich eine Reihe von Kunstwerken bestehend aus Spielszenen, Hintergrundmusik und neu gezeichnetem Grafikmaterial aus ihrer eigenen Castlevania-Geschichte der Spielserie an als NFT. Diese waren schnell ausverkauft.
Spieleentwickler versuchen auch, NFTs direkt in ihre Spiele zu integrieren. So kündigte beispielsweise das Entwicklungsstudio GSC Game World kürzlich an, NFTs in die Stalker-Fortsetzung aufzunehmen, ließ dann aber Pläne fallen, das Gesicht des Höchstbietenden zu scannen und als digitale Figur im Spiel zu erscheinen.
Es gibt aber auch Kritik. Kunsthistoriker sagen, dass NFTs nur das Potenzial als Investition sehen, nicht die Arbeit dahinter. Andere haben den Hype mit der Tulpenmanie der frühen Industrieära verglichen, als Tulpenzwiebeln plötzlich gegen Hauspreise gehandelt wurden. Tesla-Gründer Elon Musk hat sich über den NFT-Hype lustig gemacht. Er kündigte an, ein Musikstück als NFT verkaufen zu wollen. In dem Song soll potenziellen Käufern Eitelkeit vorgeworfen werden. Auch wenn er scherzt, Musk hat bereits ein Angebot von mehr als 2 Millionen Euro erhalten.
Aber NFTs sind nicht nur bei Tesla oder in der Spieleindustrie ein großes Thema. Im Bereich der digitalen Kunst hat das Geschäft mit NFTs eine lange Geschichte. Viele Künstler nutzen diese Möglichkeit, ihre Werke in NFTs umzuwandeln und somit digital zu sichern. Der Handel boomt gerade, denn wem die NFT gehört, dem gehört auch der entsprechende Job. Bekannte Plattformen für den Handel mit NFTs sind beispielsweise Binance, FTX, Nifty Gateway, OpenSea, Rarible oder SuperRare.
OpenSea ist derzeit der größte Marktplatz für digitale Güter, darunter Kunstwerke und andere Vermögenswerte, die auf der Blockchain gehandelt werden.
Immer mehr Unternehmen scheinen großes Potenzial in der NFT-Technologie zu sehen. Auch der Videospielehändler GameStop versucht Berichten zufolge, in das kürzlich boomende Geschäft mit sogenannter digitaler Kunst einzusteigen. Bis Ende dieses Jahres hofft das Unternehmen, durch NFTs einen Kunstmarktplatz für Computerspieler aufzubauen.
Das kommende Metaverse versucht derzeit, das volle Potenzial von NFTs auszuschöpfen. Grundstücke werden als zusätzliche Werbefläche verkauft. Hier versuchen Unternehmen wie Ralph Lauren, digitale Güter zu verkaufen. Das Konzept wird derzeit in Roblox getestet, wo virtuelle Jacken, karierte Hüte und andere Retro-Skiausrüstung als Einzelstücke für unter 5 US-Dollar erworben werden können.
Der Gaming-Booster Hersteller LevlUp aus Göttingen beschäftigt sich aktuell mit dem Thema. Ein am 31.01. um 18 Uhr auslaufender Timer wirbt mit dem ersten NFT Drop der Booster Szene. LevlUp möchte laut Webseite noch nicht zu viel verraten, doch scheint die bevorstehende Veröffentlichung der eigenen NFT zukünftig einige Überraschungen bereitzuhalten.
Anhand all dieser Beispiele wird immer deutlicher, dass es in Zukunft sehr spannende NFT-bezogene Projekte geben wird und es für die meisten Menschen schwierig ist, sich diesem Thema zu entziehen. Daher lohnt es sich, sich frühzeitig mit NFTs auseinanderzusetzen.
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

Kommentar schreiben