Gewohntes

Fast parallel zum Kinostart von Disney Pixars „Die Unglaublichen 2“ hat Publisher Warners Bros. Interactive das passende Lego-Spiel veröffentlicht. Ob die britischen Lego-Profis TT Games gewohnt gute Qualität abgeliefert haben, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!
Superhelden-Familie
Am grundlegenden Spielprinzip der unzähligen Lego-Titel hat sich auch in LEGO Die Unglaublichen wenig bis gar nichts getan. Nach wie vor prügelt man sich durch zahlreiche Gegnermassen und löst kleinere Rätsel. Immer wieder zerdeppert man Objekte aus Lego-Steinen, um die Einzelteile auf Knopfdruck zu hilfreichen Gerätschaften umzubauen. Oder aber man nutzt eine der Spezialfähigkeiten der Charaktere, um die Umgebung zu manipulieren oder anders zu seinem Vorteil zu nutzen. Aufgrund der Tatsache, dass das Spiel die Superhelden-Thematik auffasst, wirken die verschiedenen Kräfte nicht so aufgesetzt wie in den bisherigen Lego-Spielen. Es sind aber nicht nur die einzelnen Fähigkeiten die durchdachter wirken, sondern auch das Zusammenspiel der Helden. Zum Beispiel kann man als Superhelden-Mutter Helen mittels Dehnfähigkeit anderen Figuren bzw. Spielern über verschiedene Hindernisse helfen. Tochter Violetta wiederum bildet eine Schutzglocke um sich herum, mit der sie gefahrlos eine giftige Pfütze überwindet. Superhelden-Party
In den recht abwechslungsreichen Levels stehen bis zu vier spielbare Charaktere bereit. Beim ersten Durchgang steuert man im Wechsel bereits mehr als ein Dutzend, gegen gesammelte Legosteine schaltet man weitere der insgesamt 133 Spielfiguren frei. Neben der bekannten Superhelden-Familie stehen auch Nebenfiguren wie Frozone oder Voyd zur Verfügung. Wie gewohnt kann man sämtliche Abenteuer im lokalen Koop-Modus mit einem Freund durchzocken. Der Schwierigkeitsgrad bleibt ebenfalls sehr Lego-typisch niedrig. Sterben kann man zwar, dann verliert man aber lediglich ein paar Lego-Münzen und steigt sofort wieder ins Spiel ein.
Trotz offener Spielwelt laufen die einzelnen Missionen sehr linear ab. Nur selten hat man eine alternative Lösungsmöglichkeit; viele optionale Geheimnisse löst man aber nur, wenn man die Missionen mit alternativen Charakterkonstellation erneut spielt. Die insgesamt zwölf Aufträge wird man in knapp sechs Stunden erfolgreich abgeschlossen haben. Ähnlich wie in Lego City Undercover stehen allerdings diverse Missionen und Herausforderungen im Open-World-Bereich der Spielwelt zur Verfügung. Die sind fast ausschließlich optional, bieten aber locker zehn Stunden zusätzliche Spielzeit. Die Geschichte der Kampagne umfasst beide Kinofilme. Da man in der ersten Spielhälfte das aktuelle Abenteuer der Unglaublichen geboten bekommt ist Spoilergefahr angesagt. Nach knapp drei Stunden wechselt das Programm dann zum ersten Film rüber. Immerhin: Man erlebt im Spiel nicht exakt dasselbe wie in den Streifen. Es fühlt sich also trotz der Parallelen frisch an und man kann beides genießen.
Technisch weiß das Lego-Spiel zu gefallen. Auf der Pro-Seite stehen die hübsch gestalteten Levels und Charaktere - auch die Effekte und Animationen können sich sehen lassen. Musikalisch wird passend die Kinofilm-Thematik verfolgt. Und: Die deutschen Synchronsprecher aus der Serie sind auch mit von der Partie. Der Humor ist natürlich auch ein großer Pluspunkt von dem Titel.
LEGO Die Unglaublichen hat eine Altersfreigabe von PEGI 7 erhalten und ist ab sofort für PC sowie Konsolen ab 39,95 Euro im Handel erhältlich.

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