KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Test/Review (+Video)
Hersteller KFA2 präsentiert mit „Work The Frames“ eine komplett neue Grafikkarten-Serie, die derzeit die GeForce RTX 2070 SUPER und 2080 SUPER umfasst. Die Highlights sind das verbesserte Kühlkonzept, das höhere Overclocking-Potenzial und mehr RGB-Spielerrein.
Von Christoph Miklos am 27.01.2020 - 06:39 Uhr

Einleitung & Datenblatt

Einleitung
Hersteller KFA2 präsentiert mit „Work The Frames“ eine komplett neue Grafikkarten-Serie, die derzeit die GeForce RTX 2070 SUPER und 2080 SUPER umfasst. Die Highlights sind das verbesserte Kühlkonzept, das höhere Overclocking-Potenzial und mehr RGB-Spielerrein. Wir durften die KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition auf den Prüfstand schicken! Über KFA2
Originally founded in 1994 as Galaxy Microsystems LTD and has grown exponentially in Hong Kong, Southeast Asia, China and Europe. After years of private labeling for many tier one brands in the US, in 2007 Galaxy entered the US etail and channel market. As consumer demand increased, Galaxy entered the retail space in 2009 to help further distribute their aggressively priced high quality cards. To better serve our growing global customer base, Galaxy along with its European brand KFA2 has undergone a overall brand update and refresh on product design in 2014 to form stronger portfolio for the worldwide marketplace.
Datenblatt
• Anschlüsse: 1x HDMI 2.0b, 3x DisplayPort 1.4a • Modell: NVIDIA GeForce RTX 2070 SUPER (Desktop), 8GB GDDR6 • Chip: TU104-410-A1 "Turing" • Fertigung: 12nm (TSMC) • Chiptakt: 1605MHz, Boost: 1830MHz (OC Mode) • Speicher: 8GB GDDR6, 1750MHz, 256bit, 448GB/s • Shader-Einheiten/TMUs/ROPs: 2560/160/64 • TDP: 215W (NVIDIA) • Externe Stromversorgung: 1x 8-Pin PCIe, 1x 6-Pin PCIe • Kühlung: 3x Axial-Lüfter (90mm) (RGB beleuchtet) • Gesamthöhe: Triple-Slot • Abmessungen: 328x150x53mm • Besonderheiten: Echtzeit-Raytracing (7GRays/s), Raytracing Cores (40), Tensor Cores (320), H.265 encode/decode, NVIDIA G-Sync, NVIDIA VR-Ready, HDCP 2.2, Backplate, LED-Beleuchtung (RGB), Boost-Takt übertaktet (+60MHz) • Schnittstelle: PCIe 3.0 x16 • Rechenleistung: 9.37 TFLOPS (FP32), 293 GFLOPS (FP64) • Herstellergarantie: zwei Jahre (Abwicklung über Händler)
Preis: 600 Euro (Stand: 27.01.2020)
Testplattform
• Prozessor: AMD Ryzen 7 2700X • Arbeitsspeicher: Ballistix Elite DIMM Kit 32GB, DDR4-3000 • Prozessorkühler: Alpenföhn Olymp • Netzteil: Seasonic Snow Silent 1050W • Festplatten: 2x OCZ Vector 180 960GB / Samsung SSD SM961 256GB • Gehäuse: Corsair Graphite Series 760T • Laufwerke: Samsung Blu-ray DVD-/RW • Betriebssystem: Windows 10 Home 64-Bit • Zimmertemperatur: ca. 21°C
• Treiber: GeForce 441.87 (NVIDIA), Radeon Adrenalin Edition 20.1.1 (AMD)

Die Karte im Detail

Verarbeitung und Technik
Die schwarz-graue KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition setzt auf eine üppige Triple-Slot-Bauweise und misst 328x150x53 mm. Als Grafikchip kommt der TU104 (Turning) zum Einsatz, der im 12-nm-Verfahren von TSMC gefertigt wird. Die GPU ist 545 mm² groß und besitzt 13,6 Milliarden Transistoren. Es kommen insgesamt 2.560 Shader-Einheiten zum Einsatz. Für Textur- und Rasteroperationen hat die GPU 160 Textureinheiten und 64 Rasterendstufen. Der schnelle GDDR6-Speicher bietet Platz für acht Gigabyte Daten - das ist auch für kommende AAA-Spiele genug. Unser Testmuster taktet mit 1.605 MHz (GPU-Basistakt) bzw. 1.830 MHz (Boosttakt). Der Grafikspeicher taktet mit 1.750 MHz. Per hauseigener Overclocking-Software konnten wir den GPU-Takt auf 1.990 MHz anheben. Die hauseigene Kühlung erfolgt über zwei große Alu-Finnenblöcke, die über sechs Kuper-Heatpipes verbunden sind und drei temperaturgesteuerte Axial-Lüfter (90 mm). Die Backplate ist mit einigen Sternen versehen, die man erst sieht, wenn die RGB-Beleuchtung aktiv ist. Strom wird über einen sechs- und einen achtpoligen PCIe-Stromstecker zugeführt. Als optisches Highlight dient die anpassbare RGB-Beleuchtung (Lüfter, Schriftzug und Backplate). Für eine Bildübertragung von 4K-/Ultra-HD-Auflösungen bei 60 Hertz stehen insgesamt drei DisplayPort-1.4- und ein HDMI-2.0b-Anschluss bereit, wobei Letzterer über HDCP 2.2 verfügt und somit verschlüsselte Signale senden und empfangen kann (4K-Blu-Rays / 4K-Streams). Puncto Verarbeitungsqualität gibt es an unserem Testmuster nichts zu bemängeln.
Raytracing
Das Highlight der neuen RTX-Grafikkarten ist die Funktion, Raytracing in Echtzeit zu berechnen. Zur Erklärung: Die Technologie bietet im Grunde eine realistische Simulation von Licht und damit einhergehend Schatten und Reflexionen. Da derzeit kein Spiel diese Technologie unterstützt, können wir keine Aussagen über Qualität und Performance von Raytracing in Spielen treffen.
DLSS
Ein weiteres Feature der RTX-Grafikkarten ist der Support von DLSS (Deep Learning Super Sampling). NVIDIA nutzt die eigene Cloud-Hardware in Form des SATURN-V-Supercomputers, um auf mehreren hundert oder gar tausenden Tesla V100 das Training der Deep-Learning-Netzwerke vorzunehmen. Ein sogenannter Temporal Stable Convolutional Autoencoder berechnet dazu 500 Milliarden FP16-Operationen pro Sekunde und erstellt 64 Samples, die als Basis einer idealen Darstellung herangezogen werden können. Das Deep-Learning-Netzwerk wird also in der Cloud trainiert und nicht jedes Spiel muss für die Anwendung von DLSS auch explizit trainiert werden. Ist das Netzwerk auf einige Spiele trainiert worden, kann der Algorithmus auch auf anderen Spielen angewendet werden. Das Inferencing findet dann auf der Turing-Hardware im Gaming-Rechner statt und wird durch die Tensor Cores unterstützt. Die dazu notwendigen Daten werden per GeForce Experience an den Rechner übertragen und sind nur wenige Megabyte groß. Allerdings würde damit auch die Installation der GeForce Experience zusätzlich zum Treiber notwendig und zudem verlangt dieser nach einem Login und kann nicht mehr einfach so betrieben werden.
Ansel RTX
Zusammen mit den neuen Karten der GeForce-RTX-20-Serie wird es auch neue Funktionen innerhalb der GeForce Experience bzw. der Ansel-Funktion geben. Diese fasst NVIDIA unter dem Begriff Ansel RTX zusammen. Unter anderem wird es Ray Tracing Captures, bzw. Ansel RT, also Screenshots mit der Unterstützung von Ray Tracing, geben
GPU Boost 4.0
Neu bei Turing: GPU-Boost 4.0. Bei der neuen Version gibt es anstatt eines zwei Temperature Targets. Wird das erste TT (83/84 °C) auf Turing mit GPU-Boost 4.0 erreicht, taktet die GPU nicht auf den Basis-, sondern den Boost-Takt herunter. Erst wenn das zweite TT erreicht wird, liegt der Basis-Takt an.
Preis und Verfügbarkeit
Die KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition geht ab sofort für 600 Euro (Stand: 27.01.2020) über den Ladentisch.

Testvideo


Battlefield V

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Battlefield V
max. Details + AA - mehr ist besser
AMD Radeon VII
111 FPS
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
108 FPS
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
96 FPS
AMD Radeon RX 5700 XT
88 FPS
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
82 FPS

CoD Modern Warfare

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - CoD: Modern Warfare
max. Details + AA - mehr ist besser
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
116 FPS
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
105 FPS
AMD Radeon RX 5700 XT
100 FPS
AMD Radeon VII
100 FPS
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
82 FPS

Gears 5

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Gears 5
max. Details + AA - mehr ist besser
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
79 FPS
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
71 FPS
AMD Radeon VII
70 FPS
AMD Radeon RX 5700 XT
65 FPS
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
58 FPS

Ghost Recon Breakpoint

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Ghost Recon Breakpoint
max. Details + AA - mehr ist besser
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
58 FPS
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
52 FPS
AMD Radeon RX 5700 XT
49 FPS
AMD Radeon VII
46 FPS
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
45 FPS

Metro Exodus

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Metro Exodus
max. Details + AA - mehr ist besser
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
57 FPS
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
50 FPS
AMD Radeon VII
47 FPS
AMD Radeon RX 5700 XT
45 FPS
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
40 FPS

Red Dead Redemption 2

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Red Dead Redemption 2
max. Details + AA - mehr ist besser
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
57 FPS
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
52 FPS
AMD Radeon VII
51 FPS
AMD Radeon RX 5700 XT
50 FPS
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
39 FPS

Tomb Raider

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Shadow of the Tomb Raider
max. Details + AA - mehr ist besser
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
81 FPS
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
73 FPS
AMD Radeon VII
71 FPS
AMD Radeon RX 5700 XT
66 FPS
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
62 FPS

Star Wars

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Star Wars Jedi Fallen Order
max. Details + AA - mehr ist besser
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
108 FPS
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
94 FPS
AMD Radeon VII
83 FPS
AMD Radeon RX 5700 XT
81 FPS
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
71 FPS

Control

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Control
max. Details + AA - mehr ist besser
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
67 FPS
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
60 FPS
AMD Radeon VII
51 FPS
AMD Radeon RX 5700 XT
49 FPS
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
44 FPS

Lautstärke

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Lautstärke
Entfernung: ca. 1 Meter - Lautstärke: < 0,01 Atmen in 30 cm Entfernung / 0,1 Rauschende Blätter / 0,3 Flüstern / 0,5 Der eigene Atem / 1 Ruhige Wohnstraße / 2 Unterhaltung / 4 Klappernde Tastatur - weniger ist besser
AMD Radeon RX 5700 XT
0.32 Sone
AMD Radeon VII
0.32 Sone
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
0.30 Sone
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
0.30 Sone
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
0.25 Sone

Temperaturen

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Temperaturen
Temperaturen an GPU - weniger ist besser
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
43 °C
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
43 °C
AMD Radeon RX 5700 XT
42 °C
AMD Radeon VII
42 °C
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
37 °C

Leistungsaufnahme

KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition - Leistungsaufnahme
gesamte System ohne Monitor (gerundete Werte) - weniger ist besser
NVIDIA GeForce RTX 2080 SUPER
175 Watt
AMD Radeon VII
172 Watt
AMD Radeon RX 5700 XT
170 Watt
KFA2 GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition
160 Watt
NVIDIA GeForce RTX 2060 SUPER
148 Watt

Fazit & Wertung

Christoph meint: Schnell, schick und zu einem fairen Preis!

KFA2 liefert mit der neuen GeForce RTX 2070 SUPER Work The Frames Edition eine sehr flotte Grafikkarte für Zocker ab. Dank Turing-GPU bekommt man eine enorm hohe Leistung geboten - und das bei einer überschaubaren Leistungsaufnahme. Neben der ordentlichen Leistung wissen auch Verarbeitungsqualität, Overclocking-Potenzial und Design (schicke und anpassbare RGB-Beleuchtung) zu gefallen. Einen großen Pluspunkt gibt es auch für das durchdachte Kühlkonzept. Darüber hinaus ist der Preis von knapp 600 Euro sehr attraktiv für eine GeForce RTX 2070 SUPER Custom-Karte.

90%
Leistung
9
Technik
10
Kühlung
9
Verbrauch
9
Verarbeitung
10
Ausstattung
10
Overclocking
9
Preis
8
Richtig gut
  • saubere und hochwertige Verarbeitung
  • hohe Performance
  • Anschlussmöglichkeiten
  • Raytracing, DLSS
  • effektive und recht leise Kühlung
  • semipassiv Kühlkonzept
  • anpassbare RGB-Beleuchtung
  • ordentliches Werks-OC (GPU)
  • Overclocking-Potenzial
  • fairer Preis für eine Custom-Karte
Verbesserungswürdig
  • Lüfter unter Load leicht hörbar
Christoph Miklos ist nicht nur der „Papa“ von Game-/Hardwarezoom, sondern seit 1998 Technik- und Spiele-Journalist. In seiner Freizeit liest er DC-Comics (BATMAN!), spielt leidenschaftlich gerne World of Warcraft und schaut gerne Star Trek Serien.

Kommentar schreiben