Endlich Zukunft

In Call of Duty: Black Ops 2 schickt uns Entwicklerteam Treyarch in das Jahr 2025, wo wir mit modernen Waffen und Technologien gegen den Terrorismus kämpfen. Ob der Sprung in Zukunft gelungen ist, könnt ihr in unserem Testbericht nachlesen!
Jetzt Neu: Eine interessante Story!
Kaum zu glauben aber wahr: Black Ops 2 hat eine spannend erzählte Geschichte spendiert bekommen, die darüber hinaus alternative Enden bietet. In der Kampagne erfahren wir als Elitesoldat Alex Mason in Einsätzen in den 1980er Jahren nach und nach, wie Menendez es zu seinem Reichtum gebracht hat. Und erleben im Jahr 2025 als Alex' Sohn David, was Menendez damit für Unheil über die Welt bringt. Die Handlung von Black Ops 2 ist minimal weniger unverständlich erzählt als in früheren Serienteilen. Zahlreiche Zwischensequenzen, die mit einer tollen Gesichtsmimik aufwarten, sorgen für den roten Faden innerhalb der Storyline.
In den ersten paar Missionen bekommen wir gewohnte Call of Duty-Manier geboten. Im Klartext heißt das: Massig Skriptsequenzen, viel temporeiche Action und -natürlich- auch ziemlich abscheuliche Szenen (ein brennendes Mädchen, eine Folterung, ein Container voller Leichen). Erst ab Mitte des Singleplayer-Modus nimmt die Qualität der Level deutlich zu. Eines der Highlights ist ein Einsatz in Pakistan. Erst kämpfen wir uns bei Nacht und starkem Regen zu Fuß die hüfthoch überfluteten Straßen einer Stadt hoch und weichen dabei den Lichtkegeln von fliegenden Drohnen aus. Dann fällt mal längere Zeit kein Schuss, stattdessen belauschen wir Menendez per Richtmikrofon und müssen ihm dabei durch ein Gebäude folgen. Natürlich fliegen wir früher oder später auf - und deshalb gibt es zum Finale eine spektakulär inszenierte Flucht, bei der wir abwechselnd die Bordwaffen einer Drohne bedienen, und am Boden einen Jeep mit Karacho durch niederprasselnde Bomben steuern. Genial! Uns hat auch ein Einsatz im Jahr 1986 in Nicaragua gefallen. Dabei kommt nach kurzer Zeit die Schwester von Menendez ums Leben. Ungewöhnlich für die Serie ist auch ein Abschnitt in der Nähe der Kaimaninseln. Dort steht im Jahr 2025 ein riesiges Luxusresort, in dem wir uns eher in der Art von Agenten als von Soldaten einschleichen und sogar eine metallene Spinne mit Videokameraauge durch die Lüftungsschächte steuern. Weniger begeistert waren wir von der nach wie vor ziemlich schwachen KI, die viel zu oft auf einen zustürmt statt Schutz zu suchen.
Mehr Freiheiten
Im Vergleich zu den Vorgängerteilen bietet Black Ops 2 deutlich mehr Freiheit. Beispielsweise sind die Level im Durchschnitt jetzt weniger schlauchartig angelegt. Ebenfalls sehr gut umgesetzt: Vor den Missionen können wir nun weitgehend selbst bestimmen, mit welchen Kampfgeräten wir
losziehen - passend zur Epoche haben wir dabei die Wahl zwischen klassischen Waffen der damaligen Zeit oder dezent moderner wirkenden, aber letztlich auch nicht so viel anderen Schusswaffen aus der Zukunft. Noch mehr spielerische Freiheiten bekommen wir in den speziellen Eingreiftruppen-Missionen geboten. Dort müssen wir innerhalb einer vorgegebenen Zeit beispielsweise einen Computerraum verteidigen. Oder erst die Luftabwehrstellungen des Feindes zerstören, um dann ein Containerschiff in die Luft zu jagen. Dabei können wir jederzeit die Steuerung über einen anderen Soldaten, ein feststehendes Geschütz oder eine dick gepanzerte Drohne übernehmen.
Technik und Steuerung
Mittlerweile ist das Grafikgerüst der CoD-Serie ordentlich in die Jahre gekommen und kann nicht mal ansatzweise mit einem Battlefield 3 oder Medal of Honor: Warfighter mithalten. Was aber die Engine nach wie vor sehr gut kann: Flüssige Animationen, hübsche Lichteffekte und eine realistische Gesichtsmimik auf den Monitor zaubern. Puncto Sound gibt es die gewohnt guten Soundtracks und Waffengeräusche aufs Gehör. Selbst an der deutschen Vertonung gibt es nicht viel zu meckern.
Multiplayer
Neben der Kampagne gibt es erneut einen umfangreichen Multiplayermodus, der unter anderem ein neues System namens „Pick 10“ zur Ausstattung des Charakters enthält. Damit ist es möglich, nach Belieben bis zu zehn Gegenstände mit ins Onlinegefecht zu nehmen. Wer beispielsweise keine Handfeuerwaffe möchte, kann mit einem Perk auch eine zusätzliche Fertigkeit ausrüsten. Auch das Bewertungssystem ist generalüberholt - sogar für Aktionen wie das Ergreifen einer Fahne bekommen wir Erfahrungspunkte. Treyarch setzt außerdem mehr als bei früheren Call of Dutys auf eSport-Funktionen, inklusive des Live-Streamings auf Tablets für Zuschauer. Wie bereits früher angekündigt, ist die Mitgliedschaft in Elite nun kostenlos - wer alle Multiplayermaps haben möchte, greift stattdessen zum Season-Pass. Noch mehr Details zum Multiplayer-Modus gibt es in unserem ausführlichen Test-Video:
Zombies
Natürlich darf auch in diesem Treyarch Call of Duty nicht der Zombie-Modus fehlen. Dieser wurde sogar weiter ausgebaut: Wir können allein gegen immer neue Wellen von Untoten antreten, aber auch online oder per System-Link. Dann schießen wir mit drei weiteren menschlichen Spielern auf Zombies. Wer mag, darf sogar in einem Reisebus mit maximal vier Mitstreitern von Zombienest zu Zombienest fahren. Wahlweise kämpfen wir im sogenannten Schmerz-Modus mit einem zweiten Team (also insgesamt mit acht Spielern) darum, wer am längsten gegen die computergesteuerten Gegner überlebt. Noch mehr Details zur Zombie-Orgie gibt es in unserem ausführlichen Test-Video:

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