Experience 112 (PC) - Review
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Passive Steuerung

So wie bei der Kommunikation beschränkt sich auch unser Einfluss auf die Geschehnisse an Board des Forschungstankers zu meist auf passive Aktionen. Wir sehen was unsere Hauptdarstellerin nicht oder nur teilweise sehen kann, wir können ihre Stimme hören, sie uns aber nicht, und sie nur mittels Lichtquellen von einem Ort zum anderen dirigieren. Letzteres funktioniert folgendermaßen:
Wir haben einen Grundriss von jedem Deck vor der Nase, durch den wir frei navigieren können. Unsere Lea steht nun vor einer verschlossenen Tür. Sie kann diese Türe nicht öffnen, da sie elektronisch gesichert ist. Wir drücken einfach auf das Tür-Symbol und schon lässt sich diese öffnen, sofern sie nicht zusätzlich mit einem Passwort geschützt ist). Lea geht dann automatisch hindurch. Wollen wir dass sie weitergeht, brauchen wir nur die nächstliegende Lampe anzuknipsen, welche ebenfalls auf unserem Plan eingezeichnet sind.

Möchte man das das Mädel einen bestimmten Bereich durch oder untersucht, muss man die nächstliegende Lampeeventuell öfters ein und ausschalten. Auch Gerätschaften sind in Form eines eindeutigen Symbols auf den Plänen verzeichnet. Ebenso wie auch alle Kameras, die so zahlreich vertreten sind, dass man fast jeden Winkel des Schiffes erfassen kann, wenn sie auch funktionieren.
Immer wieder ertappe ich mich, das ich versuche durch einen Mausklick im Kamerabild zu interagieren, was freilich nur eine Bewegung der Kamera auslöst. Denn man kann die Kamera auf automatischen Verfolgungsmodus einstellen oder selbst den Schwenkbereich einstellen.
Bis zur Mitte der Story darf man genau zweimal direkt interagieren, nämlich mit der Steuerung eines kleinen Roboters und den Bedienhebeln eines Chemikastens um ein Serum zu mischen bzw. dieses dann auf eine bestimmte Temperatur erhitzen.

Unserem Schützling sieht man zwar das Alter nicht an, jedoch dürfte sich dieses auf den Bewegungsapparat auswirken, denn sie schleicht die ganze Zeit mit einem sehr gemütlichen Schlendrian durch die Gänge. Wenn man bedenkt das sie noch nicht, oder nicht mehr ganz taufrisch ist (34 Jahre Tiefschlaf sind ja nicht unerheblich), ist das sicher verständlich, aber für den Spieler hinter der Kamera manchmal ganz schön lähmend.

Viel Lesestoff

Ich bin zwar ein großer Buchfreund aber in einem Spiel Sollte sich die Leserei auf ein Minimum beschränken. Doch da wir bei Experience auf passive Handlungen angewiesen sind, müssen wir alle Infos aus privaten Dateien und Mails der ehemaligen Angestellten herausfinden. Dies macht zwar Anfangs sogar Spaß, geheime Dokumente zu filzen, doch mit der Zeit wird es zunehmend schwerer aus verschleierten Nachrichten ein Passwort herauszufiltern. Harte Bandagen für Anfänger und nicht viel weniger schwer für Fortgeschrittene. Leider besteht der Großteil der Rätsel im Finden von Passwörtern und Zugangsberechtigungen.

Top Atmosphäre

Als erstklassig kann man die Dichte der Atmosphäre beschreiben. Mit jeder Minute wird man tiefer in die Story gesaugt und dies ändert sich auch bis zum Schluss nicht mehr.
Award verdächtig!

[von Hannes Obermeier am 09.04.2008][Kontakt]
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Info

Experience 112 (PC)



Offizielle Webseite
Publisher: Daedalic/Xider
Entwickler: Lexis Numérique

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