»Der Spieler muss sich umdrehen können und überall um ihn herum passiert etwas« (Louis Castle)
Um Havoc herum stimmt dabei alles. Man hat das Gefühl direkt im Geschehen zu sein und überall um den Spieler herum explodiert etwas oder wird ein Fahrzeug beschossen. Dazu kommt noch die typische Command & Conquer-Stimmung, die das Spiel so einzigartig macht.
Bei Renegade spielt sich neben den vielen großen Außenbereichen auch viel im inneren der Nod-Einrichtungen ab. Wer sich schon immer einmal gefragt hat, wie eine Hand der Nod von innen aussieht kann dies bei Renegade jetzt herausfinden. Das Terrain in den Außenbereichen erstreckt sich dabei von Schneelandschaften über Küstenstrecken zu Idyllischen Städtchen.

Es gibt leider auch eine Schattenseite in C&C Renegade. Die Gegner KI. Sind Scharfschützen (Black Hand) und Rocket Soldiers noch relativ schwer zu erledigen ist der Kampf gegen einfache Nod Soldaten oft viel zu einfach bzw. diese gehen nicht in Deckung, wenn man das eigentlich von ihnen erwarten würde. Dafür bekommt es Havoc dann gleich mit duzenden dieser Soldaten zu tun. Auch die Flammenwerfer oder Soldaten mit Tiberiumgewehren sind oft einfach zu erledigen, zumal sie sobald sie einen Treffer eingesteckt haben erst einen Moment brauchen, bis sie wieder schießen können. Man muss also nur mit dem Flammenwerfer oder dem Maschinengewehr einmal kurz jeden Soldaten einer Ansammlung erwischen und kann sich dann jeden, einzeln vornehmen. Hier hätte sich Westwood entscheiden müssen! Entweder man wählt ein realistisches Schadensmodell, dass es erlaubt, Gegner mit einem Schuss auszuschalten, oder man lässt gegnerische Soldaten so lange weiterschießen, bis sie eliminiert sind.
Auch bei den Geiseln muss man oft aufpassen, dass diese nicht ins gegnerische Feuer rennen.
Grafik und Sound
Die Grafik von Renegade lässt sich zwar nicht als genial bezeichnen, ist aber durchaus auf der Höhe der Zeit. Wer Command & Conquer liebt, wird auch an der farbigen Umgebung nichts auszusetzen haben. Gegnerische Einheiten und Fahrzeuge sind sehr detailliert gestalltet und gut animiert. Lediglich einige Nod-Einrichtungen wirken manchmal etwas leer.
In den Zwischensequenzen wurden diesmal keine „echten“ Schauspieler eingesetzt. An der Qualität der Zwischensequenzen ist jedoch nichts auszusetzen. Auch der Sound stimmt, auch wenn man bei der deutschen Lokalisation an der Glaubwürdigkeit einiger Stimmen zweifeln kann.
Was am Sound begeistern kann, ist das „drum herum“. Dort stimmt einfach alles. Hubschrauber oder heranrollende Panzer kündigen sich durch typische Geräusche an und auch sonst hat Westwood hier eine Soundkulisse erzeugt, die eine Atmosphäre schafft, wie wir es aus anderen Command & Conquer Teilen kennen (und lieben).
[von Gamezoom Team am 23.03.2002][
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