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Mit der Wiimote gegen das Böse
Die Steuerung ist äußerst intuitiv geraten, wenn sie auch nicht die vollen Möglichkeiten der Wii ausschöpft. Gelaufen und gesprintet wird mit dem Nunchuck. Die Wiimote dient als verlängerter Waffenarm. Per Klick auf „B“ wird anvisiert, an Druck auf „A“ lässt eure Waffe glühen. Drückt ihr auf die „1“ dann gelangt ihr auf eine schick gemachte Übersichtskarte, die euch neben eurer aktuellen Position, die eures Ziels, einer Schreibmaschine (zum Speichern) und des Waffenhändlers anzeigt. Letzteres ist eine etwas finstere Gestalt, die hin und wieder am Waldesrand herumsteht und euch Sachen abkauft, verkauft und hochtunt. So gibt es vom Erste Hilfe-Paket bis zur besseren Feuerkraft für eure Lieblingswaffe das volle Händler-Programm. Kurz zum Speichern: das könnt ihr nur an vorgegebenen Punkten im Spiel. Darüber hinaus wird aber zwischenzeitig automatisch gespeichert. Die Entwickler haben hier den richtigen Mix zwischen „Ich-kann-ja-jederzeit-speichern-und-mir-kann-eh-nichts-passieren“ und „Ich-darf-nur-einmal-pro-Level-speichern,wenn-ich-jetzt-sterbe-sind-zwanzig-Spielminuten-für-die-Tonne“ getroffen. Aber zurück zur Steuerung. Drückt ihr auf Minus ruft ihr euer Inventar auf. Dieses hat aber ein begrenztes Platzangebot, so dass ihr schon zwischen Flammenwerfer und Maschinengewehr wählen müsst - außer ihr kauft für teuer Geld einen größeren Koffer. Mit verschiedenen Pflanzen und Erste Hilfe-Paketen könnt ihr eure Gesundheit wieder herstellen - doch auch diese Medikamente sind begrenzt und wollen klug eingesetzt werden.
HILFE, ein Zombie
Ja, irgendwas läuft hier wieder verdammt falsch. Schon wieder Zombies. Und diesmal haben sie laut Packungsbeschreibung „geniale Fähigkeiten“. Geniale Fähigkeiten und Zombies an sich passen, das wird sich jeder denken können, schon mal überhaupt nicht zusammen. Von daher darf man dann auch nicht allzu enttäuscht sein, dass die Gegner nicht wirklich so super genial sind. - Wäre ja auch für den Spieler nicht sonderlich angenehm. - Trotzdem auf beiden Schwierigkeitsgraden sind die Gegner angenehm fordernd und eine junge Frau mit Schürze und Kettensäge, die einem dann unbedingt den Hals abschneiden will, kann einen schonmal etwas aufhalten. Zwischendurch gibt es verschiedene Zwischen- und Endgegner, die aber auch den richtigen Schwierigkeitsgrad haben. Zwischenzeitig wechselt auch mal das Personal und ihr spielt als Agentin Ada Wong oder habt die Präsidententochter an der Backe. Für letzteren Fall ein kleiner Tipp von mir: wenn euch die Präsidententochter begleitet - und das soll sie möglichst lebend tun - achtet darauf, dass sie nicht vor euch steht, wenn ihr versucht mit dem Messer eine Kiste zu öffnen. Das Spiel denkt sich dann nämlich nicht „Wende Messer auf Kiste an“, sondern „Wende Messer auf Präsidententochter an“ und dann bleibt nur zu hoffen euer letzter Speicherpunkt ist nicht allzu weit entfernt.
Alles so dunkel hier
Kommen wir zur Präsentation des Titels. Diese fällt erstmal sehr düster aus - passt aber irgendwie zum Genre. Trotz dieser Düsternis sieht die Grafik zwar nicht (Zitat Spielepackung) „einzigartig“ aus, kann sich aber durchaus sehen lassen. Regen und Wind sorgen für die passende Atmosphäre. Und wirklich schlecht gemachte Texturen sucht man vergebens. Insgesamt also gelungen. Gleiches gilt auch für den Sound. Dieser kommt auch in der deutschen Version englisch daher (Menüs und Untertitel gibt es in Deutsch). Daneben gibt es passende Musik, die das Adrenalin hochtreibt, aber manchmal etwas zu viel vom Spielverlauf vorwegnimmt. Röhrende Kettensegen und kreischende Zombies sorgen aber zu jederzeit für das richtige Flair.
[von Teja Adams am 02.08.2007][ Kontakt]
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