Es wird noch besser


Mit einer kleinen Verspätung meldet sich Telltale Games Ende Juni mit der zweiten Episode von The Walking Dead zurück. Ob die zweite Episode das hohe Niveau halten kann?

Hunger

Starved For Help spielt drei Monate nach der ersten Episode. Wir schlüpfen erneut in die digitale Haut von Lee, der mit anderen Überlebenden auf dem Motor Inn Gelände Schutz gefunden hat. Mittlerweile ist Mark zu der Gruppe gestoßen, der eine ganze Wagenladung an Nahrungsmitteln im Gepäck hatte. Die neigen sich jedoch langsam dem Ende zu. Hunger macht sich breit. Da trifft es sich gut, dass zwei Brüder auftauchen und Lebensmittel im Tausch für Benzin anbieten.

Blutiger

Schon in den ersten Momenten zeigt The Walking Dead, wo die Reise hingeht. Sämtliche Zimperlichkeiten, besonders was die Gewaltdarstellung betrifft, werden über Bord geworfen. In einem Waldstück treffen wir auf eine Gruppe Teenager, die eure Hilfe brauchen: Ihr Lehrer ist in eine Bärenfalle getappt. Uns bleibt aber nicht viel Zeit zum Helfen, denn ein ganzer Trupp Zombies schlurft auf unsere Position zu. Was also machen? Den Typen liegen lassen? Die Eisenkette zerstören? Wir entscheiden uns für Möglichkeit Nummer 3: Das Bein abhacken. Verdammt blutig - aber hoffentlich die richtige Wahl.

Wenig später sind wir zurück im Camp, doch dort geht der Ärger erst richtig los. Die Lebensmittel neigen sich dem Ende zu und die Leute haben überhaupt keinen Bock auf neue hungrige Mäuler. Auseinandersetzungen sind an der Tagesordnung. Besonders zwischen Kenny und Lilly, die sich um ihren Herzkranken Vater Larry kümmert. Es geht um die Führungsposition in der Gruppe. Diese Diskussion spitzt sich im weiteren Verlauf immer mehr zu. Quasi zum richtigen Zeitpunkt tauchen die beiden Brüder Danny und Andy auf, die euch zu einer idyllischen Farm bringen. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wissen…Mehr wollen wir an dieser Stelle nicht spoilern!

Unser Testvideo zur zweiten Episode


Mehr Action

Rätsel sind auch in der zweiten Episode Mangelware. Von anspruchsvollen Kombinationsaufgaben, bei denen ihr um die Ecke denken müsst, fehlt jede Spur. Stattdessen setzt Telltale Games auf actionreiche Quick-Time-Events. Bei der Handlung haben sich die Entwickler deutlich mehr Zeit für die verschiedenen Charaktere genommen. Auch werden neue Figuren in Ruhe vorgestellt. Ohne viel von der Handlung vorwegzunehmen: Ihr müsst in der zweiten Episode wieder eine Menge Verantwortung übernehmen. Zwar verändert sich dadurch nicht der komplette Handlungsstrang, die Spielerfahrung wird trotzdem beeinflusst. Als Highlight entpuppt sich das grandiose Finale, welches für ein schauriges Gefühl sorgt.

Technik

Die Grafik ist in einem hübschen Comicstil gehalten und geht auch bei der Darstellung der Gewalt nicht wirklich zimperlich zu Werke. Mimik und Gestik der Figuren wirken glaubhaft und hinterlassen einen sauberen Eindruck. Lediglich ein paar steife Animationen trüben den Gesamteindruck etwas.
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