Ron Gilbert ist zurück


Der Macher von Spieleperlen wie Maniac Mansion, Indiana Jones and the Last Crusade oder Monkey Island ist wieder zurück! Mit „The Cave“, einem Download-Titel, kehrt Entwicklergröße Ron Gilbert zurück auf den PC und sämtliche Next-Gen-Konsolen (Xbox 360, PS3, Wii U). Ob The Cave an die alten Erfolge anknüpfen kann, lest ihr am besten in unserem Review selbst nach.

Helden

Die Idee hinter The Cave ist denkbar einfach: Wir müssen mit drei Helden eine sprechende Hölle erkunden und jede Menge Rätsel lösen. Der Clou: Von den sieben verfügbaren Helden (Ritter, Wissenschaftlerin, Zeitreisende, Hillbilly, Zwillinge, Mönch und Abenteurerin) dürfen nur drei mit in den Abgrund. Da sich die die Rätsel stellenweise unterscheiden, gibt es sogar einen Wiederspielgrund.

Rätsel

Kernstück des Adventures sind natürlich die zahlreichen Rätseleinlagen, welche im Falle von The Cave oft daraus bestehen, irgendwelche Gerätschaften wieder zu aktivieren. Dafür müssen wir Gegenstände von A nach B bringen, was leider oft auch bedeutet, dass viele Wege doppelt und dreifach gegangen werden. Die verschiedenen Charaktere lassen übrigens auch unterschiedliche Lösungsansätze zu, da sie über eine einzigartige Fähigkeit verfügen. So kann der Ritter ein Schild um sich erzeugen oder die Abenteurerin mit einem Seil über Abgründe schwingen. Hier und da müssen die drei Charaktere auch zusammenarbeiten - hier ist Timing gefragt. Demnach dürfte es nicht wirklich verwunderlich sein, dass das Entwicklerstudio Double Fine dem Download-Spiel einen lokalen Koop-Modus spendiert hat. Leider hat man das aber nur sehr inkonsequent umgesetzt: Kommt ein weiterer Spieler dazu, bleibt die Kamera weiterhin auf den ersten Spieler fokussiert. So passiert es, dass die zusätzlichen Mitspieler in einigen Passagen nur zuschauen können. Ein dynamischer Splitscreen wie bei den Lego-Titeln wäre hier die bessere Lösung gewesen.

Unser PlayTime-Video zu The Cave


Technik

The Cave ist zwar keine Grafikbombe, punktet aber mit hübschen Animationen und einem gelungenen Charakterdesign. Auch puncto akustischer Untermalung und Sprachausgabe (nur Englisch) gibt es nichts zu meckern. Grafisch sind die verschiedenen Versionen nahezu identisch, die PC-Fassung profitiert aber von der höheren Auflösung. Sauber: Am PC lassen sich mehrere grafische Details wie FXAA und Tiefenschärfe an- und abschalten, auch die Auflösung darf man natürlich frei verändern. Die Steuerung per Gamepad ist auf beiden Plattformen etwas ungenau und schwammig, allerdings fällt das angesichts der sehr simplen Jump & Run-Mechanik nicht allzu sehr ins Gewicht. Am PC darf man natürlich auch mit Maus und Tastatur spielen, hier gibt es dann einen Mauscursor wie in anderen Adventures üblich - damit lassen sich Charaktere direkt per Klick auswählen, außerdem kann man die Figuren bequem per Mausrad (oder Nummerntasten) durchschalten.
1 2
0 Kommentare

Kommentar schreiben