Macht’s Teil 8 besser?


Knapp fünf Jahre mussten RR-Fans auf eine Fortsetzung warten. Unbounded bricht mit den Traditionen der Rennspielserie und setzt auf Action und Zerstörung. Entwicklerteam Bugbear möchte an der starken Konkurrenz wie Burnout und Flatout vorbeiziehen. Ob das Unterfangen gelungen ist, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!

Story…

Auch RR8 kommt mit einer absolut belanglosen Handlung daher (Need for Speed: Underground lässt grüßen!): Wir schlüpfen in die Rolle eines namenlosen Fahrers, der sich in der fiktiven US-Stadt Shatter Bay der illegalen Rasertruppe „Unbounded“ anschließt. Fortan steigen wir durch Rennerfolge im Rang und machen uns die Straßen Untertan.

Sobald in Unbounded das erste Mal das Startsignal ertönt ist, wird ohnehin jeglicher Realismus-Anspruch fallengelassen: Ridge-Racer-Veteranen werden auf den Kursen in der Innenstadt oder in Industriegebieten jedenfalls kaum noch etwas von ihrer liebgewonnenen Reihe wiedererkennen - geblieben ist im Grunde nur die Aufgabe, möglichst gekonnt durch die Kurven zu driften. Die Drifts laden ebenso wie Windschattenfahrten und Sprünge eine Turboleiste auf, die sich wiederum im Renngeschehen nicht nur zur Beschleunigung nutzen lässt: Wer mit aktiviertem Boost einem Gegner ins Heck rast, fügt ihm nicht einfach nur Schaden zu, sondern katapultiert ihn gleich komplett von der Strecke. Mittels Boost lassen sich aber auch Streckenbegrenzungen oder ganze Gebäude auseinandernehmen. Allerdings ist das oft ein Glücksspiel: Zwar wird im Rennen angezeigt, wenn etwa ein Haus mit aktiviertem Boost zerlegt werden darf - trotzdem kommt es immer wieder vor, dass vermeintlich harmlose Objekte dann doch zur Endstation fürs eigene Fahrzeug werden. Wenig überraschend dürfte auch die Tatsache sein, dass man Lizenz-Fahrzeuge vergebens sucht, stattdessen gibt es austauschbare Racer mit bunter Lackierung. Auch Fahrverhalten und Physik spielen in RR8 nur eine untergeordnete Rolle.

Spielmodi und KI

In jedem Stadtgebiet gibt es verschiedene Events: Mal müssen wir eine Bestzeit fahren, dann wieder muss die komplette Konkurrenz „erledigt“ werden oder es wird um die Wette gedriftet. Die Steuerung ist eingängig, die KI der Konkurrenz ein ums andere Mal frustrierend - wer einen kleinen Fehler macht, sieht oft das komplette Fahrerfeld an sich vorbeiziehen.

Der Editor und Multiplayer

Im umfangreichen und leicht zu bedienenden Strecken-Editor lassen sich ganz flott adrenalingeladene Kurse erstellen. Die können dann auch online geteilt werden. Ebenfalls ein Pluspunkt für den Multiplayermodus: keine nervige KI!

Unser Testvideo zu Ridge Racer: Unbounded


Technik

Die Graphic-Engine von Ridge Racer: Unbounded bietet Durchschnittkost. Einige Effekte sind hübsch - die meisten Texturen sind aber leider sehr matschig. Der Soundtrack hingegen ist gelungen und bietet die für ein Rennspiel dieser Art typischen harten und elektronischen Klänge von Künstlern wie Skrillex.
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