Lass das Gemetzel beginnen!


Bereits elf Monate nach dem ersten Teil von Necrovision schicken uns die Entwickler von The Farm 51 erneut auf die gruseligen Schlachtfelder des Ersten Weltkrieges. Was der geradlinige Shooter zu bieten hat, könnt ihr in unserem ausführlichen Testbericht nachlesen!

Bekanntes

Schauplatz des Ego-Shooters Necrovision 2: Lost Company sind die Schützengräben des Ersten Weltkriegs. Erzählt wird die Vorgeschichte der Ereignisse aus dem ersten Teil aus einem komplett neuen Blickwinkel. Aus Sicht des deutschen Soldaten Dr. Josef Zimmermann erlebt man das blanke Grauen des Ersten Weltkrieges. Doch nicht die bedrückende Atmosphäre in den Schützengräben, die unmenschlichen Kämpfe zwischen den Kriegsparteien sorgen für Angst und Schrecken, sondern die ungewöhnlichen Gegner, die den ursprünglichen Konflikt in den Schatten stellen. Furchteinflößende Dämonen sind der Hölle entstiegen und drohen, die Menschheit auszulöschen. Soviel zur Handlung des Spiels, die immer wieder durch langweilige Zwischensequenzen in Ingame-Grafik weitererzählt wird.

Kennen wir auch

In Necrovision: Lost Company braucht es nicht viel, um zu überleben. Der Spielablauf lässt sich auf drei grundlegende Dinge reduzieren: ballern, nachladen und herumrennen. Die Wahl der Waffe spielt nur eine untergeordnete Rolle, selten benötigt Dr. Zimmerman eine bestimmte Kanone, um einen Bossgegner zurück ins Grab zu schicken. Bis allerdings der erste Obermacker auftaucht, ballert sich der deutsche Wissenschaftler wahlweise mit Schrotflinten, Maschinengewehren oder Flammenwerfern durch Zombiehorden, wirft mit Schaufeln und Messern nach Monstern und räuchert dunkle Flure mit Stielhandgranaten aus. Für besondere Treffer, wie etwa einen Kopfschuss, bekommt der Held Adrenalin. Haben wir genug Adrenalin gesammelt, lässt sich die Zeit verlangsamen. Der Zeitlupenmodus ist allerdings wenig wichtig - nur selten entstehen Situationen, in denen es wirklich haarig wird. Über das verbrauchte Gameplay täuschen auch nicht die Fahrt am Steuer eines FT17 Panzers und die Flugsequenz mit einem Halberstadt CL.II Doppeldecker hinweg. Auch nichts Neues: Zimmerman regeneriert Lebensenergie, wenn er längere Zeit nicht getroffen wird.

Nicht schon wieder…

Necrovision 2 erscheint wie der Vorgänger in Deutschland als geschnittene Fassung. In der amerikanischen Original-Version lassen sich Gliedmaßen mit Messern oder Schaufeln abtrennen und Leichen bis zur Unkenntlichkeit zerstückeln. Lost Company ist als englische Fassung über Steam zu bekommen, die deutsche Version bringt der Publisher TGC in den Handel.


Alte Technik - neuer Multiplayer

Auch im zweiten Teil von Necrovision kann die Optik nicht überzeugen. Die Texturen sind verwaschen, die Gegner detailarm und die Animationen wirken hölzern. Lediglich die Effekte wie zum Beispiel Explosionen und Rauch wissen zu gefallen. Trotz Magergrafik kommt es immer wieder zu heftigen Leistungseinbrüchen. Beim Sound fällt vor allem der lächerliche Akzent der Deutschen negativ auf.

Der Multiplayer besteht aus den bekannten Modi Team Deathmatch, Last Man Standing, Artefakteroberung (Capture the Flag) und dem Duell. Neu in Necrovision 2: Lost Company ist der Modus „Nebelkammer“. Hier kämpfen bis zu 16 Spieler in einem verseuchten Areal um die begehrten „Frags“. Damit man nicht nach wenigen Sekunden röchelnd zu Boden geht, muss eine Atemschutzmaske im Rennen gegen die Zeit gesucht und angelegt werden. Diese wirkt sich nicht nur auf das Sichtfeld aus, sondern lässt auch die Atemkontrolle zum berühmten Zünglein an der Waage werden: Spontane Sprints und Renneinlagen werden schnell zur Tortur. Schade, dass sich auf den wenigen Servern nur eine Handvoll Spieler tummeln.
1 2
0 Kommentare

Kommentar schreiben