Testbericht

Äußere Charakteristika
Unser Testmuster kommt in einem schlichten aber gut gepolsterten Karton bei uns in der Redaktion an. Der Deep Silence 5 misst üppige 232x550x550 mm (B x H x T), bringt knapp über 16 Kilogramm auf die Waage und das Grundgerüst besteht aus Stahl. Im Front-I/O-Bereich sind jeweils zwei USB-2.0- und USB-3.0-Ports zu finden, auch auf Audio-Anschlüsse muss nicht verzichtet werden. Ein Reset-Taster sowie die beiden Schieberegler für die stufenlos regelbare Lüftersteuerung verstecken sich hinter der oberen Gehäusetür. Hinter der oberen Tür der Front, die leider nur zu einer Seite aufgeht, befinden sich vier 5,25-Zoll-Laufwerksplätze. Im unteren Bereich, der ebenfalls durch eine Tür geschützt wird, befinden sich zwei vorinstallierte 140-mm-Lüfter (max. 1100 U/min.) inklusive herausnehmbarer Staubfilter. Die Türen sind mit Dämmmaterial ausgekleidet und erschweren so die Schallausbreitung. Der Schließmechanismus beruht auf mehreren Magneten. Das Gehäuse steht auf siberfarbenen Füßen mit entkoppelnder Gummiunterlage. Erwähnenswert ist außerdem der lange Staubfilter, der Netzteillufteinlass und Bodenlüfter vor Verschmutzung schützt und sich zur Reinigung einfach nach hinten herausziehen lässt. Verarbeitungsmängel konnten wir bei unserem Muster nicht feststellen. Das Case gibt es wahlweise in den Farben Schwarz, Weiß und Anthrazit - mit oder ohne Sichtfenster. Das zeitlose und schlichte Design konnte uns überzeugen.
Innenraum
Der schwarz lackierte Innenraum ist relativ klassisch aufgebaut und bietet Platz für elf 3,5-Zoll Laufwerke, in denen sich aber auch SSDs verbauen lassen. Die elf Schächte sind in vier einzelne HDD-Käfige aufgeteilt, die sich bei Bedarf versetzen oder auch entfernen lassen. Darüber hinaus punktet das Gehäuse mit einer werkzeuglosen Montage. Optische Laufwerke im 5,25-Zoll-Format werden per Schnellverschlüsse montiert. Die Festplattenmontage erfolgt mittels Metalleinschüben, wobei die Laufwerke von unten mit dem Einschub verschraubt werden. Eine Entkopplung steht dabei lediglich für 3,5-Zoll-Laufwerke zur Verfügung. Der Mainboardtray hat ein gutes Kabelmanagement - so kann man einen aufgeräumten Innenraum schaffen. Sehr lange Netzteile können am Boden installiert werden (inkl. Entkopplung) - perfekt für High-End PSUs, und auch überlange Grafikkarten (bis max. 338 mm mit Festplattenkäfige) stellen kein Problem für das Gehäuse dar. Die Montage der Erweiterungskarten erfolgt mit den bewährten Rändelschrauben, die einen Schraubenzieher meist überflüssig machen. Der Mainboardtray besitzt eine große Aussparung auf Höhe der CPU, so dass eine Kühlerinstallation mit Backplate auch im eingebauten Zustand möglich wird. Das Case verkraftet folgende Mainboard-Formfaktoren: XL-ATX, ATX, Micro-ATX und Mini-ITX. Aufgrund der Breite von 23 cm können noch die allermeisten Tower-Kühler zwischen dem Mainboard- und den HDD-Trays verbaut werden.
Kühlung
Für die Kühlung wurde ausreichend Platz eingeplant. Insgesamt lassen sich sechs Lüfter montieren. An der Gehäusefront wurden werksseitig zwei 14-cm-Lüfter (Nanoxia DF1402512SEDN) verbaut. Ein dritter, baugleicher Lüfter befindet sich an der Rückseite. Die Demontage des hinteren Festplattenkäfigs ermöglicht das Anbringen eines Zusatzlüfters am Gehäuseboden. Darüber hinaus lassen sich zu einer noch effektiveren Kühlung zusätzlich zwei 140-Millimeter im Deckel des DS5 einbauen. Die verbauten Deep-Silence-Lüfter im 14-cm-Format arbeiten nicht vollkommen geräuschfrei, liefern für werksseitig in einem Gehäuse verbaute Exemplare aber wirklich brauchbare Resultate. Die Kühlleistung ist mehr als ausreichend für High-End- bzw. Multi-GPU-Systeme.
Preis und Verfügbarkeit
Der Nanoxia Deep Silence 5 wandert ab sofort für faire 105 Euro (Stand: 22.01.2014) über den Ladentisch.

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