Konkurrenzlos


Erst nachdem der 28 Meter lange und 15 Meter breite Parkettboden auf Hochglanz poliert und der Korb auf eine exakte Höhe von 3,05 Meter montiert ist, kann das Spiel beginnen. NBA 2K12 hat puncto Grafik, Realismus und Spielspaß einiges in petto. Ob der neueste Ableger der 2K Sports Reihe an dem Erfolg des Vorgängers anschließen kann? - Wir klären es im Test.

Gameplay

Das Entwicklerteam von Visual Concepts hat heuer auf große Neuerungen verzichtet und sich stattdessen auf Detailverbesserungen konzentriert. Wie zum Beispiel bei der Steuerung. Bisher wurden Körbe mittels Bewegen des rechten Analogsticks geworfen, doch in NBA 2K13 kann man damit nicht nur Körbe werfen, sondern auch Dribblingmoves ausführen. Mit Hilfe dieser Bewegungen gelingt es mehr Raum zu ergattern, um selbst den Ball im Korb unterzubringen oder einen Mitspieler gekonnt anzuspielen. Es erfordert zwar eine Menge Übung, aber sobald man gelernt hat damit umzugehen, stehen unzählige Möglichkeiten zur Verfügung. Die Defense schläft allerdings nicht, denn wenn man glaubt ohne Taktik und Training durch die Abwehrreihen tänzeln zu können, hat man sich geirrt. Diese versucht natürlich immer einen Turn-Over zu provozieren, um selbst einen Angriff aufbauen zu können - und das passiert öfter, als einem lieb ist. Um solche Ballverluste zu vermeiden braucht man, wie schon erwähnt, eine Menge Training und ein großes Maß an Spielverständnis, denn man kann seine Mannschaftskollegen, unter anderem auch Haken schlagen und direkt zum Korb laufen lassen, um eine Anspielstation oder einfach genügend Platz zu bekommen, um selber zu punkten. In der Defensive spielt sich NBA 2K13 genau so kompliziert. Es obliegt einem selbst welchen Spieler man selektiert und ob man direkt den Ballträger angreift oder doch versucht den nächsten Pass abzufangen oder zu blocken. Wenn man sich dazu entscheidet auf Biegen und Brechen den Ball mittels „Steal“ zu erobern, dann wird man wohl eher ein Foul begehen als die Kugel zu bekommen. Das kann schon sehr frustrierend sein, denn die KI wurde auch heuer überarbeitet und lässt kaum Ballverluste zu. Stattdessen ziehen sie mit unglaublichen Moves oder Pässen direkt in die Gefahrenzone und lassen sich kaum eine Chance entgehen.


Nostalgie

Scottie Pippen, Michael Jordan oder Shaquille O'Neil,... einst waren sie das um und auf der NBA und jeder war erfreut ihnen beim Spielen zu zusehen zu dürfen, doch jede Karriere hat irgendwann mal ein Ende. NBA 2K13 lässt einen in die Vergangenheit reisen und ermöglicht es Teams aus dem Jahre Schnee zu spielen. Sei es das „Dream Team“ aus 1993 rund um Michael Jordan oder das Team der Boston Celtics von 1964-65. Man kann auch das Celebrity-Team wählen, und Seite an Seite von Justin Bieber auf den Platz stehen! - Ja, richtig gelesen! Justin Bieber der Sänger und Teenie-Schwarm nimmt ebenfalls seine Beine in die Hand und versucht geradewegs einen Korb zu erzielen. - Er hat es drauf!

Technik

Im jüngsten Ableger aus dem Hause 2K Sports haben sich die Programmierer auch der Überarbeitung der Animationen und Texturen gewidmet. Die Veränderungen stecken im Detail, denn um ehrlich zu sein waren die Darstellungen der Spieler und Fans schon im Vorgänger sehr sehenswert. Vor allem die Fans sind dem Entwicklerteam äußerst gut gelungen, denn nach einem erfolgreichen Dunk oder Korbleger kocht die Halle! Es macht richtig Spaß einen Blick in die Menschenmaße zu werfen, denn sie sehen tatsächlich nicht aus wie öde Pappfiguren aus sondern sind eindeutig als Menschen wieder zu erkennen. Mit den äußerst sympathischen Kommentatoren, die sichtlich ihren Spaß bei Ihrer Tätigkeit haben entsteht eine gelungene Atmosphäre, die von einem noch viel gelungenerem Soundtrack abgerundet wird. Für die Musik ist der Weltbekannte Rapper Jay-Z verantwortlich, als Executive-Producer von NBA 2K13 und Mitinhaber der Brooklyn Nets, trägt er eine große Rolle zu dem äußerst stimmungsvollen Ambiente bei.

Spielmodi

NBA 2K13 bietet uns zwar eine nette Auswahl an Spielvarianten, diese kennen wir jedoch alle bereits aus dem Jahr zuvor. Im Association-Modus kann man nicht nur seine Lieblingsmannschaft spielen, sondern muss sie auch gewissenhaft leiten, denn als Coach, Manager und Spieler ist man der Dreh- und Angelpunkt des Vereins. Man leitet seine Truppe durch eine ganze Saison bis in die Playoffs und möglicherweise sogar zum Titel! Des Weiteren steht einem der Association-Modus auch als online und offline Multiplayermodus zur Verfügung. Im Karrieremodus kann man seinen eigenen Spieler erstellen, sein Erscheinungsbild vom Scheitel bis zur Sohle verändern und in einem Spiel zeigen was man drauf hat. Danach wird man zum Draft (Berufung in eines der NBA Teams) freigegeben. Mannschaften die möglicherweise an einem interessiert sind, schicken jemanden zu Besuch um ein paar Fragen zu stellen, um herauszufinden wie man so tickst und ob man denn auch in den Kader passen würde.
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