Journey (PS4) - Test/Review
Könnt ihr euch noch an das Indie-Entwicklerteam erinnern das sich thatgamecompany nennt?
Von Dominik Vogel am 27.07.2015 - 05:12 Uhr

Fakten

Plattform

PlayStation 4

Publisher

Sony Computer Entertainment

Entwickler

thatgamescompany

Release

21.07 2015

Genre

Adventure

Typ

Vollversion

Pegi

7+

Webseite

Preis

14,99 Euro

Media (8)

Jetzt auch für PS4

Könnt ihr euch noch an das Indie-Entwicklerteam erinnern das sich thatgamecompany nennt? Ich hoffe schon, denn von ihnen stammt eines der wohl emotionalsten Spiele für die PlayStation 3. Für alle die es noch nicht mitbekommen haben: Die Rede ist natürlich von Journey! Ratet mal was das kleine Studio nun für die PlayStation 4 gemacht hat – BOOM Journey: Remastered! Und gleich vorweg: Es ist dasselbe Spiel – in noch schöner! Mehr dazu wie immer im Kurztest.
Geschichte
Journey ist und war kein Vollpreistitel, was nicht verwunderlich ist, wenn man bedenkt, dass der Geschichtsmodus nur rund zwei Stunden umfasst. Was wir in dieser kurzen Zeit aber erleben ist nicht mit Geld aufzuwiegen. Wir schlüpfen in die Rolle einer nicht weiter definierten, und in eine Robe gekleidete Gestalt, die mitten in einer riesigen Sandwüste aufwacht. Da weder der Zielort noch die Aufgabe ersichtlich sind, sondern nur ein riesiger Berg am Horizont zu erkennen ist, übernehmen wir an dieser Stelle selbst die Kontrolle und begeben uns auf eine unglaubliche Reise durch Sand- und Schneewüsten. Dabei erfahren wir ganz ohne Zwang und Dialoge was hier vor unserer Ankunft passiert ist. Alles nach dem Motto: Der Weg ist das Ziel.
Gameplay
Auf unserer Reise durch die staubig schöne Spielwelt von Journey finden wir weder aufwendig inszenierte Videosequenzen, Gefechte bei denen uns das Adrenalin aus den Poren schießt oder langwierige Dialoge – genau genommen gibt es keinen einzigen Dialog! Auch die Steuerung könnte nicht einfacher, direkter und mit weniger Tasten belegt sein. Genau genommen laufen wir einfach durch die Wüste - ohne genauem Ziel, ohne definierter Aufgabe. Dabei finden wir immer wieder Orte und alte Ruinen in denen wir per Tastendruck kleine Events auslösen können und – noch viel wichtiger – wir finden Schriften die in der Luft umherfliegen. Diese Bemalten Stofffetzen verlängern beim Aufsammeln nicht nur den Schal unseres Protagonisten, sondern verleihen uns außerdem die Fähigkeit höher und weiter zu Springen. Umso mehr Schriften wir gesammelt haben desto weiter und höher können wir springen.
Alles in allem ist Journey: Remastered kein Spiel das eure Reflexe fordern wird oder mit massig Action gefüllt ist – und das ist gut so! Denn das einfache Gameplay ermöglicht es sowohl unerfahrenen Spielern als auch Shooter-Veteranen die Geschichte zur Gänze auszukosten.
Grafik
Okay werden wir ein wenig technisch: Journey wird in 1080p sowie 60 Frames per Second gespielt, wobei besonders die 60 FPS von Anfang an deutlich auffallen und den Unterschied zur PlayStation 3 Version unterstreichen. Außerdem hinterlässt die Spielwelt von Journey einen sehr aufgeräumten Eindruck – als hätten sich die Entwickler vom Anfang bis zum Ende auf das Wesentliche konzentriert. Versteht mich nicht falsch, das Spiel strotzt nur so vor Details. Anders als bei vielen anderen Titeln werden euch diese Kleinigkeiten aber nicht ins Gesicht geworfen sondern ihr müsst Ausschau halten und das große Ganze betrachten – das mag jetzt vielleicht Blöd klingen, nach spätestens 10 Spielminuten wisst ihr aber was ich meine.
An der Grafik selbst wurde kaum gebastelt – zumindest unterstelle ich das thatgamecompany nun, da abgesehen davon, dass das Spiel generell Schärfer wirkt, während unserer Spielzeit keine merklichen Änderungen deutlich wurden. Das ist allerdings auch nicht weiter schlimm da Journey nach wie vor ein unheimlich stimmiges, durchdachtes und schönes Setting bietet.
Multiplayer
Das Abenteuer muss man nicht alleine bestreiten, denn wird der Onlinezugang aktiviert kann man unterwegs einige fremde Mitspieler treffen. Das interessante am Multiplayer aus Journey: Die Spieler verbinden sich automatisch zu euch (oder ihr zu ihnen). Es ist kein Ladescreen notwendig, kein Bestätigung gefordert und keine Kommunikation erforderlich. Ganz im Gegenteil, man kann sich zwar gegenseitig helfen, miteinander kommunizieren ist aber nicht einmal möglich. Außerdem wartet thatgamecompany am Ende des Spieles mit einem netten Feature auf, denn im Abspann werden alle Gefährten, die ihr im Laufe der Tour getroffen habt, noch einmal gelistet.

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