JA ist zurück!


Die Fangemeinde der Jagged Alliance musste sich mit schwer verdaulichen Leckerbissen wie Brigade E5, High Halibre 7.62 oder Hired Guns über das lange Warten auf einen würdigen Nachfolger (des fast schon heiliggesprochenen Jagged Alliance) hinweg quälen. Bereits auf der letzten gamescom konnte man einen kleinen Eindruck erhaschen, wie die Entwickler aus dem Hause Coreplay mit einem Mix aus Echtzeit und pausierbaren Spielelementen bei den Fans punkten wollten. Wie das Ganze nun in der Praxis aussieht haben wir in einem Preview zusammengefasst.

Handlung

Also ohne in der Story des Games zu weit vorgreifen zu wollen kann ich allen die JA2 gespielt und geliebt haben sagen, dass man viel Bekanntes im neuen Stil wiederfinden wird. Für die wenigen die Jagged Alliance nicht kennen kann man die Story in ein paar wichtigen Punkten zusammenfassen: Man wird von einem gestürzten und tot geglaubten Präsidenten angeheuert das Land Arulco von der tyrannischen Herrschaft seiner Exfrau mit allen Mitteln zu befreien. Da man als ehemaliger Söldner immer noch ein Herz für Krisenherde hat, stürzt man sich auch ohne zu fragen in diese waghalsige Mission. Doch ohne ein paar alte Kollegen aus dem A.I.M. Team wird das wohl ein Himmelfahrts-Kommando. Wie ich schon gesagt habe trifft man hier auf ein paar alte Bekannte, die immer noch im Geschäft mit der knallharten Action und dem schnellen Geld sind. Hat man nun seinen Trupp zusammen kann es eigentlich auch schon gleich losgehen. Ohne viele Umwege kommt man über die Laptop-Einsatzkarte direkt zur ersten Mission.

Neues System

Es war schon mal ein kleiner Schock als ich bemerkte, dass eine so bekannte Oberfläche einem doch so unbekannt sein kann. Natürlich habe ich als eingefleischter JA-Veteran das Tutorial übersprungen und mich gleich mal ins Abenteuer begeben. Schnell gespeichert und das Übungslevel gestartet. Nach ein paar kurzen Instruktionen hat man schon mal die erste große Neuerung entdeckt: Der Spieler kann nun die Kamera recht einfach dem Spielgeschehen anpassen. Man steckt nicht mehr in der Vogelperspektive fest, die Kamera lässt sich nun 360° schwenken und heranzoomen. Diese neue Option verschafft dem Spiel eine komplett neue Dynamik und Map-Übersicht. Als nächstes geht’s um den wohl wichtigsten Part im ganzen Spiel: das Kampfsystem. Wer auf einen sanften Gong wartet, der die Runde einläutet, wird leider lange warten müssen. Die Figuren die man am Bildschirm koordiniert, bewegen sich - genauso wie die Gegner- in Echtzeit und führen ihre Aktionen auch genauso aus. Das Spiel unterbricht z.B. bei Gegnerkontakt nicht automatisch, wie man es aus früheren JA-Teilen kennt, sondern läuft einfach weiter. Ob man nun den auftauchenden Gegner bemerkt oder nicht, wird das Gefecht gestartet. Natürlich hat man die Option das Spiel zu unterbrechen und seinen Söldnern Befehle zu erteilen, doch kann das manchmal bei den falschen Befehlen auch zu spät sein. Sobald man sich im Taktik -Menü befindet hat man die Möglichkeit seinen Söldnern bestimmte Aufgaben zuzuteilen, die dann auch nach der Beendigung der Pause durchgeführt werden.

Das Ganze kommt einem dann doch bekannt vor, heißt aber komplett anders und zwar „Plan&Go“. Wie der Name schon sagt, erst planen dann gehen, klingt einfach, aber es steckt mehr dahinter. So kann man seinen Söldnern nicht nur bestimmte Aufgaben zuordnen, sondern diese auch aufeinander abstimmen. Das bietet dem Spieler z.B. ganz neue Möglichkeiten eine Situation zu bewältigen. So kann man zum Erstürmen eines Hauses einfach die Befehle für Tür öffnen, Blendgranate werfen, dann stürmen, hintereinander setzen und aufeinander abstimmen. Diese Aktionen führen die Söldner dann nach dem Befehlsmuster aus. Natürlich können hin und wieder ein paar Planungsschwierigkeiten auftreten, doch im Großen und Ganzen kann man sich oftmals zurücklehnen und die berühmten Worte flüstern „Ich liebe es wen ein Plan funktioniert!“. Man muss schon sagen, dass es für einen Fan der alten JA-Serie eine gewisse Umstellung ist, doch nach ein paar Spielstunden kommt man auch immer mehr in den Genuss der Vorteile des „Plan&Go“ Systems. Die aufeinander abgestimmten Befehle verpassen dem ganzen einen komplett anderen Stil, der interessant ist. Wer dann aber doch ohne das alte Flair nicht kann, hat die Möglichkeit gewisse automatische Pausen-Optionen zu aktivieren um z.B. dass dieses Spiel bei Gegnersichtung oder Beschuss von selbst pausiert. Somit kommen eigentlich alle auf ihre Kosten und können in den Genuss des alten - im neuen Glanz erstrahlenden - Jagged Alliance Teils kommen.
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1 Kommentar
#1 Soldat-Hans am 27.12.2011 um 11:52
Persönlich freue ich mich über die Änderung auf das sogenannte Plan&go System. Das rundenbasierte kam mir immer so vor, als sei es einfach nicht möglich in wirklichkeit so zu spielen. Werde mir das Remake auf jeden fall zulegen!

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