Viva Las Vegas


An der linken und rechten Seite unseres Motorrads rattern zwei übergroße Kettensägen. Das Startsignal wird gegeben. Wir rasen auf eine Gruppe von Zombies zu. Arme, Köpfe, Beine und jede Menge Blut wird durch die hell beleuchtete Arena geschleudert. Hierbei handelt es sich nicht um eine Szene aus einem neuen Robert Rodriguez Streifen, sondern um den Auftakt von Dead Rising 2.

Der Alptraum beginnt

Unser Alter Ego Chuck Greene ist mit seiner kranken Tochter Katey in die fiktive Stadt Fortune City gekommen. Hier will er bei der Spielshow „Terror is Reality“ ein Preisgeld gewinnen, um das teure Medikament „Zombrex“ für die Kleine bezahlen zu können. Denn genau wie viele andere Menschen wurde Katey bei einem Zombie-Ausbruch einige Jahre zuvor mit einem Virus infiziert. Zur Erklärung: Bekommt die Tochter nicht alle 24 Stunden eine Dosis von dem Medikament verabreicht, verwandelt sie sich in einen Hirnfresser. Chucks Ehefrau hat nicht so viel „Glück“. Sie kommt bei einem Untoten-Angriff in Las Vegas ums Leben. Nach der Vernichtung von Las Vegas wird Fortune City die größte Spielerstadt der USA. Eine der Hauptattraktionen ist die brutale Show „Terror is Reality“. Darin treten die Teilnehmer in sadistischen Spielen gegen eingefangene Zombies an. Genau wie Chuck, der regelmäßig Kopf und Kragen riskiert, um das Leben seiner Katey zu verlängern. Doch kaum gewinnt Greene die aktuelle Folge der Show, überschlagen sich die Ereignisse: Die eingesperrten Zombies kommen frei, beißen sich munter durch die Touristen und vermehren sich innerhalb kürzester Zeit in der ganzen Stadt. Für Chuck kommt es noch dicker: Nachdem er und Katey sich mit Mühe und Not in einem Schutzbunker gerettet haben, zeigen die Nachrichten ein Videoband, dass ihn bei der Befreiung der Monster zeigt. Chuck bleiben nur 72 Stunden bis zum Eintreffen des Militärs, um die Verschwörung aufzuklären.

Sandkasten

Wie schon der Vorgänger lässt auch Dead Rising 2 dem Spieler die Wahl, was er mit seiner Zeit anfangen will. Wer drei Tage (etwa sechs Stunden echte Spielzeit) nur Quatsch in Fortune City machen will, kann das tun. Abseits der Storyline und der ständigen „Blutorgie“ erwarten einen Pokerspiele, Peep-Shows, diverse Kleidungsgeschäfte (Chuck kann seine Kleidung wechseln) und sogar elektrisches Bullenreiten ist mit von der Partie. Um aber die Wahrheit über den Ausbruch zu erfahren, muss Chuck einer Spur von Hinweisen quer durch Fortune City folgen. So erfährt Greene nach und nach, wer ihn zum Sündenbock gemacht hat, erledigt Hintermänner und Handlanger und kommt einer noch viel größeren Verschwörung auf die Spur. Der größte Feind auf dieser Jagd sind aber nicht Zombies, Plünderer oder Psychopathen, sondern die Uhr. Nur zu bestimmten Zeiten passieren wichtige Ereignisse in Fortune City. Kommt Chuck auch nur Sekunden zu spät, verläuft die Hinweissuche im Sand. Gleiches gilt für Kateys Zombrex. Findet Chuck nicht alle 24 Stunden eine Spritze, verliert er seine Tochter. Zudem muss Chuck stets manuell auf Toiletten speichern, Checkpoints gibt es nicht. Vor allem Anfänger wird dieser ständige Zeitdruck extrem nerven. Als kleine „Wiedergutmachung“ haben die Entwickler folgendes Feature eingebaut: Nach einem Story-Neustart beginnt Chuck zwar wieder an Tag 1, behält aber alle bisher verdienten Verbesserungen. Trotzdem ist es auch möglich, gleich auf Anhieb die ganze Wahrheit aufzudecken, und anschließend im „Overtime-Mode“ insgesamt fünf Tage (10 Spielstunden) in Fortune City zu bleiben.
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