Eigenlauffähiges Kriegsabenteuer


ARMA 2, das die Herzen jedes Militärstrategen höher schlagen lässt, meldet sich mit einem Addon zurück und bringt die Moderne des Krieges abermals auf die Bildschirme der Spieler.

Bekanntes

ARMA 2: Operation Arrowhead ist eine Stand-Alone-Erweiterung zu ARMA 2 und entführt den Spieler diesmal in ein Kriegsgebiet, das an den Nahen Osten erinnert. Anders als in bekannten Action-Shootern legen die Entwickler enormen Wert auf detailgenaue und realistisch wirkende Szenarien, was die gesamte Armed Assault-Reihe auszeichnet. Dutzende Tastenbefehle und das Zusammenarbeiten verschiedener Einheiten, wie das Bewegen am Schlachtfeld, erfordert eine beachtliche Eingewöhnungsphase und kann einen manchmal zur Verzweiflung bringen. Hat man das jedoch hinter sich und erst einmal erkannt wie vielseitig diese Simulation ist, macht einem dieses Spiel sehr viel Spaß.

Neues

Anders als in ARMA 2 ist der Grund dafür, warum der Spieler in den Krieg nach Takistan zieht nicht ganz klar. Dafür lernt der Spieler das gesamte Waffenarsenal durch die Kampagne kennen. Die Missionen sind sehr abwechslungsreich gestaltet und anders als in ARMA2 erlebt man die Geschichte mehrerer Soldaten in den verschiedensten Waffenkategorien. Rollen wie z.B. die des Panzerkommandeur Ben Hererra oder Infanterists Terry Graves wechseln ständig. So bekommt man einen Gesamteindruck über die Vielfalt des Spiels. Um das Ganze besonders schmackhaft zu machen wurden in einigen Missionen spezielle Aufgaben eingearbeitet, die das Erfüllen der Hauptaufgabe in den Hintergrund stellen, und ein wenig Action ins Spiel bringen. Im Feindesgebiet abstürzende Transportmaschinen oder eine Bombe die einem in die Quere kommt, sind nur grobe Beispiele. Dass solche Ereignisse eher unwahrscheinlich sind, wird zwar manchen Profi irritieren, bietet aber für die breite Masse eine angenehme Abwechslung.


Noch immer Bugs

Leider wurden jedoch auch noch einige Fehler aus ARMA 2 in das Addon übernommen. So kann man sich nicht immer auf seine eigene KI verlassen und gibt ihnen am besten nicht die Kontrolle über missionswichtige Fahrzeuge. Unvorhersehbare Dinge können dann passieren - wie z.B. ein auf den Rücken gedrehter M1A1 - sieht zwar witzig aus, macht aber die Mission zunichte, an der man zuvor vielleicht einige Stunden gesessen ist. Auch die etwas eigenartige Gegner-KI kann in manchen Situationen einen Spieler über Distanzen ausschalten die weit von Gut und Böse entfernt sind, und andererseits an einem vorbeilaufen ohne einen zu bemerken. Diese Fehler kennt man bereits aus ARMA 2, konnte diesen jedoch offenbar nicht Herr werden. Die etwa 12 stündige Kampagne lässt sich jedoch in Operation Arrowhead recht flüssig spielen und zeigt wesentlich mehr Ereignisse als im Vorgänger.
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